Mittwoch, 22. November 2017

11.11.2016Nachrichten

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6. Deutscher Fahrlehrerkongress eröffnet

Fahrlehrerkongress
Gerhard von Bressensdorf und Sylke Bub eröffneten den 6. Fahrlehrerkongress im Berliner Estrel-Hotel
© Foto: Werner Kuhnle

Ein echtes „Familientreffen der Fahrlehrer“ sei das, sagte von Bressensdorf. Kollegen aus ganz Europa seien angereist, unter anderem aus den Niederlanden, aus Österreich und sogar aus Estland. Hinzu kämen 100 Ehrengäste sowie prominente Referenten wie Jutta Kleinschmidt, Siegerin der Rallye Dakar 2001. „Das macht uns große Freude“, sagte er und dankte Sylke Bub für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung. Ein Jahr lang sei am diesjährigen Fahrlehrerkongress gearbeitet worden.

60 Aussteller und eine App

60 Austeller sind in Berlin dabei und stellen ihre Produkte vor, unter anderem sind auch Lkw in der riesigen Ausstellungshalle zu sehen. Viele Aussteller haben zudem Preise für die Verlosung zur Verfügung gestellt. Die Teilnahmescheine können am Stand der BVF abgegeben werden. Von Bressensdorf wies außerdem auf den schon legendären Volkswagen-Abend hin, für den es Zugangskarten am VW-Stand gibt.

Bub stellte im Anschluss die neue App der Zeitschrift „Fahrschule“ vor, die derzeit für Apple-Geräte verfügbar und im App-Store unter „Fahrschule News“ zu finden ist.  In ein paar Tagen soll auch die Android-Version fertig sein.  „Wenn es irgendetwas Neues rund um das Thema Fahrschule gibt, erfahren Sie es damit zuerst“, sagte Bub. Die „Fahrschule“-Chefredakteurin ist außerdem die richtige Adresse, wenn es Fragen zu den Referenten gibt. Eine Mail an sylke.bub@springer.com reicht.

Spannende Zeiten für Fahrlehrer

Nach der Begrüßung gab von Bressensdorf einen kurzen Überblick über die Situation des Berufsstands. „Wir leben in spannenden Zeiten“, sagte er. Seit drei Jahren arbeite das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur an der Reform des Fahrlehrerrechts und noch immer wisse man nicht genau, „was auf uns zukommt“. Jubel sei wohl nicht angesagt, aber die geplante Reform sei auf jeden Fall ein „Schritt in die richtige Richtung“. Auch das autonome Fahren trägt laut von Bressensdorf zur Spannung bei. Das Berufsbild des Fahrlehrers werde sich ändern durch die künftige technische Entwicklung, sagte er.

Einheitliche Beurteilung durch Fahraufgabenkatalog

Der BVF-Vorsitzende kritisierte dagegen scharf die Hubraum-Begrenzung bei der Prüfungsfahrzeugbeschreibung von Motorrädern. Diese sei „aberwitzig“ und die „unnötigste Begrenzung, die uns die EU verpasst hat.“ Er erwähnte die Optimierung der Praktischen Prüfung, die seit 2003 in Angriff genommen wurde, und wies in diesem Zusammenhang auf den neu entwickelten Fahraufgabenkatalog hin. „Es ist ein enormer Fortschritt, dass wir damit einen einheitlichen Standard haben“, sagte von Bressensdorf. Er hoffe, dieser werde bald umgesetzt, denn darauf basiere auch das elektronische Prüfprotokoll sowie die künftige elektronische Lernstandsbeurteilung. Er lud die Kongressteilnehmer ein, den BVF-Stand 23 in der Ausstellung zu besuchen, um mehr darüber zu erfahren.

(tc)

 

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