Mittwoch, 13. Dezember 2017

08.03.2017Recht

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Auto gegen Fahrrad: Rentner rastet aus

Radfahrer
Im München gerieten ein Rad- und ein Autofahrer aneinander, so ähnlich wie auf diesem Symbolbild. Das Amtsgericht zeigte dem Autofahrer seine Grenzen auf
© Foto: Dan Race/Fotolia

Ein Rentner fuhr mit seinem Pkw auf einer Straße in München. Da auf seiner Fahrbahn ein anderer Pkw parkte, wechselte er auf die Gegenfahrbahn, um an diesem vorbeizufahren. Genau in diesem Moment kam ihm dort ein Fahrradfahrer entgegen. Beide kamen auf Höhe des in zweiter Reihe parkenden Pkw zum Stehen. Der Rentner wollte den Radfahrer zum Ausweichen zwingen und fuhr mit seinem Wagen auf den Radfahrer zu, bis zwischen Stoßstange und Fahrrad nur noch ein Abstand von circa zehn Zentimetern bestand. Er drohte, den Radfahrer umzufahren, wenn dieser nicht zur Seite weiche, woraufhin dieser nach links auswich. Als der Rentner am Radfahrer vorbeifuhr, teilte er ihm mit: "du altes Arschloch".

Rentner bereits zweimal wegen Nötigung verurteilt

Das Amtsgericht verurteilte den Rentner wegen Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 20 Euro sowie einem Fahrverbot von einem Monat. Bei der Höhe der Strafe berücksichtigte das Gericht zugunsten des Rentners, dass sich die Situation vor Ort aufgeschaukelt habe und der Zeuge seinerseits gegenüber dem Angeklagten belehrend aufgetreten sei. Zu seinen Lasten führte das Gericht an, dass der Rentner bereits zweimal wegen Nötigung verurteilt worden sei und er sich in seinem Pkw in einer überlegenen Position befunden habe.

Fahrverbot erforderlich

Die Tat lasse darauf schließen lasse, dass der Angeklagte immer wieder nachlässig mit den straßenverkehrsrechtlichen Regelungen umgehe, sagte das Gericht. Zur Einwirkung auf den Angeklagten sei daher die Verhängung eines Fahrverbotes von einem Monat erforderlich.

Amtsgericht München

Aktenzeichen 942 Cs 412 Js 230288/15 

(tc)

 

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