Unfälle in Autobahnbaustellen verlaufen wegen der geringeren gefahrenen Geschwindigkeiten im Vergleich zu baustellenfreien Autobahnabschnitten weniger schwer. Die Länge der Baustelle spielt dabei keine Rolle. Sehr unfallträchtig ist aber neben Behelfs-Anschlussstellen das Ende der Baustelle. Dort beschleunigen viele Autofahrer, die schon das Verkehrszeichen zur Aufhebung des Tempolimits sehen, bereits dort, wo die Fahrspur wieder auf die ursprüngliche Linie einschwenkt. Damit sind dort die Geschwindigkeitsstreuungen gleich viel größer. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Technischen Universität Dresden, die im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) durchgeführt wurde. Die Forscher untersuchten das Unfallgeschehen in 12 Baustellen mit einer Gesamtlänge von 68 Kilometern und nahmen fünf Baustellen näher unter die Lupe. Die UDV empfiehlt jetzt, die zulässige Geschwindigkeit am Baustellenende stufenweise anzuheben. (dif, 29.07.10)
Autobahnbaustellen: Am Schluss wird es kritisch
Am Ende vieler Autobahnbaustellen beschleunigen viele Autofahrer schon, während die Fahrspur noch auf die richtige Linie einschwenkt. Das wird oft kritisch.