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17.04.2018Nachrichten

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Automarkt 2040: Exxonmobil glaubt an Verbrenner

Benzinpreis Tankstelle
Auch im Jahr 2040 werden noch zwei von drei Autofahrern an der Tankstelle Benzin und Diesel tanken, wenn es nach Exxonmobil geht
© Foto: Picture Alliance/dpa/Christin Klose

Der Energiekonzern Exxonmobil, der hierzulande Esso-Tankstellen mit Kraftstoffen beliefert, hat einen Blick in die Energiewelt von 2040 gewagt. Exxonmobil prognostiziert, dass dann rund 46 Millionen Pkw auf deutschen Straßen unterwegs sein werden. "Langfristig werden sich in Deutschland Antriebskonzepte mit dem geringsten CO2-Ausstoß im gesamten Lebenszyklus durchsetzen", heißt es in dem Bericht. Jedes Fünfte Auto könnte ein reines Elektroauto sein. Dennoch werden knapp zwei Drittel aller Pkw vermutlich noch mit Diesel- und Benzinmotoren angetrieben. 

"Damit bleibt Mineralöl im Verkehrssektor unverzichtbar, wenn auch der Bedarf an Otto- sowie Dieselkraftstoff abnimmt. Der Rückgang bei Dieselkraftstoff wird durch den Bedarf aus dem rund ein Viertel steigenden Straßengüterverkehr abgedämpft; denn dort bleibt der Diesel auch in 2040 die wichtigste Antriebstechnologie", vermutet Exxonmobil.

Trotz stetig wachsender Wirtschaft werde in Zukunft weniger Energie verbraucht durch den Einsatz effizienterer Technologien. Mit einem Anteil von mehr als 60 Prozent bleiben Mineralöl und Erdgas die wichtigsten Energieträger. Die erneuerbaren Energien wachsen laut Prognose mit rund 30 Prozent am stärksten und tragen mit einem Viertel zur Deckung des Energiebedarfs bei. Windenergie (an Land und auf See) wird weiterhin ausgebaut und verdoppelt bis 2040 ihren Beitrag am Energiemix.

„Wir nutzen Energie immer effizienter und benötigen dadurch im Jahr 2040 in Deutschland ein Drittel weniger Primärenergie als heute“, betont Florian Barsch, Vorstandvorsitzender von Exxonmobil in Deutschland. „Gleichzeitig wird auch die CO2-Intensität unserer Energieversorgung deutlich abnehmen – nach unserer Prognose wird Erdgas ab 2030 der Energieträger Nummer eins in Deutschland und leistet gemeinsam mit den erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“ Die Ergebnisse der Energieprognose für Deutschland stützen sich auf Rahmendaten, Analysen und Hochrechnungen, die Exxonmobil angeblich für die eigene strategische Planung heranzieht.

(ms)

 

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