Donnerstag, 29.07.2010

Fahrschule-Online Heft

Für 50 Euro (brutto) gibt es den neuen Polo auch mit einem Tagfahrlicht in der Bugschürze, das auf Halogenlampen basiert (Foto: Fund)

Der neue VW Polo glänzt mit leisen TDI-Motoren

Bei der Fahrvorstellung des neuen VW Polo am 15./16. Mai 2009 auf Sardinien wurde vollmundig verkündet, dass Volkswagen mit dem neuen Modell analog zur "Golf-Klasse" unter den Kleinwagen eine "Polo-Klasse" bilden wolle. Wie schon der Vorgänger fährt auch der neue Polo in Sachen Raumangebot und Fahrkomfort an der Spitze mit, sodass die hehren Ziele erreichbar scheinen. Das ist das wichtigste Ergebnis der ersten Probefahrten mit dem zunächst nur als Viertürer lieferbaren Neuling.

Da die neue Fahrwerks-Basis, die schon der aktuelle Seat Ibiza bekam, einen nur unwesentlich längeren Radstand als der Vorgänger hat und über die Sitzkonstruktion nur wenige Millimeter mehr Knieraum im Fond erzielt wurden, hält der Polo beim Raumangebot einen Abstand zum Golf VI ein. Zwei rund 1,85 Meter große Personen können noch bequem sitzen, wenn der Vordermann seinen Sitz auf halbe Höhe gehievt hat. Das geht bei allen Ausstattungsversionen auch beim Beifahrersitz. Die in der Höhe fehlenden 14 Millimeter, die der neue Polo flacher ist, spüren sehr große Menschen im Fond.

Über das tadellos ergonomisch gestaltete Cockpit dürfen sich alle drei Beteiligten im Fahrschulwagen freuen, ebenso über die sehr gut abgestimmte Federung mit einem in dieser Klasse führenden Abrollkomfort. Für Vielfahrer wie Fahrlehrer ein Gedicht ist der leise Lauf der neuen 1,6-l-TDI, die es mit 55 kW/75 PS, 66 kW/90 PS und 77 kW/105 PS gibt. Alle haben Common-Rail-Direkteinspritzung. Wer in einem der fünf Gänge aber unter 1.500/min abfällt, muss mit einem brummigen Sound rechnen.

Die "halbstarke" Version mit 66 kW/90 PS ist für Fahrschulen der beste Allrounder. Sie darf mit 1.200 Kilogramm auch 200 Kilogramm mehr ziehen als der überraschend muntere Einsteiger-TDI. Ab Herbst soll es die 90-PS-Version auch mit dem BlueMotion-Paket geben. Es enthält eine gut funktionierende Start-Stopp-Funktion und die Bremsenergie-Rückgewinnung und soll zwischen 400 und 500 Euro (brutto) kosten.

Die Fahrvorstellung erscheint in der Juni-Ausgabe der "Fahrschule". Im nebenstehenden Download-Bereich ist die aktuelle Preisliste vom Mai 2009 hinterlegt.
(dif, 17.05.09)

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