Samstag, 22. September 2018

22.02.2018

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E-Mobilität: Ladenhüter Fördermittel

Elektromobilität
Geringe Nachfrage: Der Förderprämien für E-Autos stoßen auf wenig Interesse bei den Deutschen
© Foto: stockWERK/Fotolia

Bislang hat das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach Informationen des Goslar Instituts lediglich 46.897 Anträge auf den "Umweltbonus", also den Zuschuss beim Kauf eines E-Autos, bearbeitet. Damit wurden bislang nur etwas mehr als zehn Prozent des bereitstehenden Geldes abgerufen. Dabei sind diese E-Zuschüsse nicht unbeträchtlich: Ein E-Auto mit Batterie wird mit 4.000 Euro gefördert, Hybridautos mit 3.000 Euro. Die Gründe für die mangelnde Begeisterung der Deutschen sind altbekannt: höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu Verbrennern, begrenzte Reichweite, wenig Lademöglichkeiten.

Fachleute setzen sich laut Goslar Institut dafür ein, das Geld lieber anders einzusetzen: BAFA-Präsident Andreas Obersteller sieht einen Schlüssel für die Akzeptanz von E-Autos darin, neben der öffentlichen auch die private Ladeinfrastruktur zu fördern. „Denn eine eigene Ladestation daheim könnte mehr Autofahrer als bislang dazu bewegen, sich mit einem E-Auto anzufreunden“, zitiert die Studiengesellschaft den BAFA-Chef. Nur so könne „die Wende im Verkehrsbereich hin zu einer umweltverträglicheren und nachhaltigeren Mobilität gelingen“.

Das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von einer Million Elektroautos auf den heimischen Straßen bis 2020 sei „nach dem derzeitigen Stand der E-Mobilitätsentwicklung noch in weiter Ferne“.

(tc)

 

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