Sonntag, 22. Oktober 2017

05.10.2017Recht

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Fußgänger darf dunkel gekleidet sein

Fußgänger
Obwohl Fußgängern helle, gut sichtbare Kleidung im Straßenverkehr zu empfehlen ist, darf dunkle nicht zur Mithaftung führen, wenn es zu einem Unfall kommt - zumindest, wenn der Fußgänger die Vorgaben der StVO beachtet hatte
© Foto: Pink Badger/stock.adobe.com

Wer als Fußgänger ordnungsgemäß - das heißt, entsprechend den Vorgaben des Paragrafen 25 Abs. 3 StVO - eine Straße überquert, muss sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, an einem Unfall die Mitschuld zu tragen, bloß weil er dunkle Kleidung trägt. 

„Alles andere würde nicht nur der Rechtsordnung widersprechen, sondern auch der Lebenswirklichkeit“, argumentierte das Oberlandesgericht München. Der Fahrer des Fahrzeugs, der den Fußgänger im Fall bei Dunkelheit übersehen hatte, haftete allein.

Oberlandesgericht München

Aktenzeichen 10 U 4244/16

(tc)

 

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Ausgabe 10/17

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