Freitag, 20. April 2018

09.07.2016Nachrichten

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Reparatur: Selbermacher oder Fachmann?

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Nicht alle kleineren Reparaturen am Auto sollten Fahrzeughalter selbst erledigen
© Foto: photology1971/fotolia

Bei moderne Autos sind die Wartungsintervalle sehr lang. Oft muss der Fahrzeughalter nur alle zwei Jahre in die Werkstatt. Was aber, wenn während dieser Zeit kleine Reparaturen anfallen? Können Fahrzeughalter bei den heutigen technischen Anforderungen überhaupt noch etwas selbst erledigen? Und wann sollte ein Fachmann ran? Der TÜV Süd gibt dazu wichtige Tipps:

Reifen: Seine Reifen kann jeder selbst wechseln, sofern er über ein paar Grundkenntnisse sowie einen Drehmomentschlüssel verfügt. Sollte das Lenkrad danach allerdings beim Fahren vibrieren, muss das Auto zum Fachmann. Nach Erfahrung von TÜV Süd müssen dann nämlich die Reifen ausgewuchtet werden. Wer seine Reifen selbst wechselt, kann auch gleich einen Blick auf Stoßdämpfer und Bremsen werfen. Besitzen die Bremsscheiben Riefen, muss eine Werkstatt ran. Gleiches gilt bei beschädigten Gummimanschetten, abgefahrenen Belägen sowie nassen Stoßdämpfern.

Öl: Das Motoröl selbst zu wechseln, war früher gang und gäbe. „Die Wechselintervalle sind inzwischen so lang, dass sie mit anderen Arbeiten in der Werkstatt zusammenfallen. Außerdem brauchen immer mehr Motoren ungewöhnliche Spezialöle“, weiß TÜV-Experte Eberhard Lang.

Filter: Genauso wie beim Ölwechsel bereitet auch der Austausch von Luftfiltern normalerweise keine Probleme. Der TÜV-Experte weist  jedoch darauf hin, dass nahezu alle neueren Autos einen zweiten Luftfilter für die Innenraumluft besitzen, der ebenfalls regelmäßig ausgewechselt werden sollte.

Zündkerzen: Ab 40.000 Kilometer sollten die Zündkerzen im Auge behalten werden. Wer sie selbst austauscht, sollte einen Drehmomentschlüssel verwenden – das schont die Gewinde in Leitmetallmotoren, rät der TÜV. Da moderne Zündanlagen mit lebensgefährlichen Spannungen arbeiten, muss die Zündung beim Wechsel immer aus sein.

Lampen: Laut TÜV Süd bietet es sich an, Blinker- und Standlichtlampen selbst auszuwechseln – denn diese Arbeiten brauchen Zeit und somit spart sich der Fahrzeughalter Geld. Wer seine Scheinwerferlampen selbst ausgetauscht hat, sollte allerdings die Einstellung anschließend in einer Werkstatt überprüfen lassen. Die Finger sollten Fahrzeughalter dagegen von Xenon-Lichtern lassen, warnt der TÜV Süd. Zum Zünden setzt dieser Lampentyp nämlich Spannungen von bis zu 50.000 Volt ein.

Keilriemen: Hier ist der Wechsel nur erfahrenen Schraubern zu empfehlen. Der Grund: In den modernen Autos befinden sich heute aufwendige Flachriemen mit einer komplizierten Führung. Außerdem wird häufig auch ein spezielles Messgerät zur Einstellung der Riemenspannung benötigt. Vor allem der vorgeschriebene Wechsel des Zahnriemens sollte nur von einer Werkstatt durchgeführt werden. Denn wer hier Fehler macht, riskiert einen Motorschaden, warnt der TÜV Süd.  

Auspuffanlage: Diese Arbeiten sind nur etwas für Hartgesottene. Wer dennoch selbst Hand anlegen möchte, braucht unbedingt eine Hebebühne oder Grube, um die nötige Bewegungsfreiheit für sperrige Rohre und Töpfe zu haben.  

Sicherheitskomponenten: Geht es um Bremsen, Lenkung oder Radaufhängung, sollten Fahrzeughalter immer einen Fachmann zu Rate ziehen, sagen die Experten.

(jg)  

 

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