Samstag, 18. November 2017

13.06.2017Recht

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Wechselverkehrszeichen sind nicht zu übersehen

Wechselzeichenanlage
Zu groß und auffällig, um sie nicht zu bemerken: eine Wechselverkehrszeichenanlage
© Foto: dpa

Das war passiert: Der Betroffene passierte mit 128 km/h auf einer Autobahn eine Schilderbrücke mit einer Wechselverkehrszeichenanlage, die auf 100 km/h geschaltet war. Er gab an, die Anlage nicht bemerkt zu haben, da er erst kurz zuvor auf die Autobahn gefahren sei. Außerdem habe dichter Lkw-Verkehr geherrscht.

Das Amtsgericht Helmstedt nahm dem Temposünder die Geschichte nicht ab und erkannte einen fahrlässigen Geschwindigkeitsverstoß. Ein Augenblicksversagen komme nicht infrage, da die konkrete Wechselverkehrszeichenanlage bereits nach dem Auffahren auf die Autobahn „mit einem flüchtigen Blick“ in einer Entfernung von etwa 400 Metern zu erkennen gewesen sei. Außerdem seien diese so groß und auffällig – und damit ebenfalls nicht zu übersehen.  

Der Einwand des Betroffenen, er habe die Schilderbrücke nicht bemerkt, sei ein Zeichen dafür, dass er über eine längere Zeitspanne nicht auf die Wechselverkehrszeichenanlage geachtet habe.

Amtsgericht Helmstedt,

Aktenzeichen 15 OWi 912 Js 19328/16

(tc)

 

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