Mittwoch, 13. Dezember 2017

25.10.2017Recht

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Wer geblendet wird, muss seine Fahrweise anpassen

Fernlicht
Plötzlich sieht man nur noch einen grellen Lichtschein: Das AG Dortmund verlangt, dass der Geblendete auch in so einer Situation jederzeit die Kontrolle behalten muss
© Foto: Fotoschlick/stock.adobe.com

Ein Autofahrer verursachte einen Verkehrsunfall. Er verteidigte sich, er sei durch das Abblendlicht eines am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeugs geblendet worden.

Beim Amtsgericht Dortmund kam der Autofahrer damit nicht durch. Er sei durch die Blendung nicht entschuldigt, denn das Fahrzeug am Fahrbahnrand sei bereits lange vorher erkennbar gewesen. Der Unfall hätte leicht vermieden werden können, wäre er entsprechend vorausschauend gefahren. Die Blendung sei deswegen irrelevant für die rechtliche Bewertung des Unfalls.

Ein Fahrzeugführer müsse seine Fahrweise an diese Umstände anpassen und notfalls gar anhalten, mahnte das Amtsgericht Dortmund. Keinesfalls dürfe man ohne Sicht „ins Blaue hineinfahren“ und hoffen, es werde „hinter dem Licht“ schon nichts passieren.

Amtsgericht Dortmund

Aktenzeichen 729 OWi-250 Js 147/17-49/17

(tc)

 

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