Mittwoch, 18. September 2019

21.08.2019Nachrichten

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Ausstiegswarner im ADAC-Test

Der ADAC testete die Ausstiegswarner von Mercedes und Audi
© Foto: ADAC/Ralph Wagner

Dooring-Unfälle sind Unfälle, bei denen Fahrradfahrer gegen geöffnete Autotüren prallen und meist schlimm verunfallen. Um diese zu vermeiden, haben Audi und Mercedes nun die ersten beiden Ausstiegswarner in zwei Modellen verbaut. Der ADAC hat deren Funktion überprüft und ist mit dem Ergebnis grundsätzlich zufrieden.

Die beiden Systeme funktionieren so zuverlässig, wie vom Hersteller beschrieben, befindet der ADAC. Während die Mercedes A-Klasse die Insassen beim Öffnen der Türe audiovisuell, das heißt durch Blinken am Außenspiegel und zusätzlichem Ton warne, könne Audi im A6 durch einen elektronischen Schließmechanismus das Öffnen der Tür um eine knappe Sekunde, also mittels haptischer Warnung, verzögern. Zusätzlich erscheine im Außenspiegel ein Dauerlicht.

Systeme sind noch nicht voll ausgereift

Trotzdem ist der ADAC mit den Ausstiegswarnern nicht vollumfänglich zufrieden, denn sobald ein anderes Auto eng hinter dem Testfahrzeug geparkt habe, sei die Sensorik im Test eingeschränkt und die beiden Systeme in ihrer Funktion beeinträchtigt gewesen. So hatte Mercedes deutlich verspätet gewarnt, der Audi zeigte hingegen nur noch ein Warnlicht, berichtet der ADAC.

Zudem weist der ADAC darauf hin, dass derartige Ausstiegswarner einen Spiegel- und Schulterblick in keinem Fall ersetzen können. Auch der "Holländische Griff" könne helfen, Dooring-Unfälle zu vermeiden, also wenn der Fahrer die Tür nicht mit der linken, sondern der rechten Hand aufmacht.

(ts)

 

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