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22.06.2016Nachrichten

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Lampe kaputt: Selbst auswechseln oder in die Werkstatt?

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Wer sein kaputtes Birnchen am Auto selbst auswechseln kann, sollte einiges dabei beachten
© Foto: Bodo Marks/dpa

Moderne Autos haben die unterschiedlichsten Lampentypen in ihrer Beleuchtungsanlage. Geht eine davon kaputt, ist es gar nicht mehr so einfach, sie selbst auszuwechseln. Bei modernster Technik wie LED und Xenon bleibt einem die Fahrt in die Werkstatt nicht erspart. Doch auch bei der Halogentechnik gibt es laut den Experten von TÜV Süd einiges zu beachten.

„Spezielle Fahrzeugmodelle benötigen ganz bestimmte Lampen. Deshalb sollte man immer ein Set mit den richtigen Ersatzlampen dabei haben“, erklärt Eberhard Lang von TÜV Süd. Die Vielfalt dabei ist groß: So können allein in einem Scheinwerfer mehr als zehn unterschiedliche Lampen eingebaut sein. Probleme mit Ersatzlampen ergeben sich besonders bei den Typen H8, H9 und H11. Ihr Nachschub ist unterwegs nicht gesichert. Und auch bei Blinkern, Stand- und Bremslicht ist diverse Technik im Einsatz. Geht diese während der Fahrt kaputt, wird es schwierig: Denn kauft man ein universelles Sortimentskästchen, wie sie unter anderen an Tankstellen angeboten werden, sind beispielsweise gelbe oder silberfarbene Blinklampen sowie kleine Halogenlampen für Stand-, Tagfahr- oder Rückfahrlicht darin nicht enthalten. Deshalb rät der TÜV-Experte: Am besten sollten Autofahrer die Bedienungsanleitung lesen und dann selbst ein Notfallsortiment zusammenstellen.

Auf die Wattzahl der Birnchen achten

Beim Wechsel der Rückleuchten ist es außerdem wichtig, auf die Wattzahl der Birnchen zu achten. In den meisten Heckleuten sind heute noch Lampen mit vier oder fünf Watt im Einsatz, weiß Lang. Baut man allerdings die falsche Leuchte ein, wird die Lampenüberwachung gestört. Die Folge: Obwohl die Heckleuchte brennt, leuchtet die Kontrolllampe im Cockpit auf.

Wer die Bedienungsanleitung gründlich studiert hat, sollte beim Wechsel der Leuchten eine Reihe von Sicherheitshinweisen beachten: Zunächst einmal müssen alle Lampen stromlos sein, da die Kabel beim Abziehen sonst womöglich einen Kurzschluss verursachen. Oftmals sind die Scheinwerferlampen mit Federklammern befestigt, die nicht verbogen werden dürfen. Soweit es geht, sollte der Stecker erst nach dem Ausbau der Lampe abgezogen werden. Auf keinen Fall darf das Glas von Halogenlampen und Standlicht-Birnchen mit bloßen Fingern berührt werden, warnt der TÜV Süd. Denn selbst kleinste Fingerabdrücke können den Reflektor oder die Glühlampe beschädigen. Im Extremfall können sie sogar explodieren, da die Glaskolben moderner Lampen unter hohem Druck stehen. Lang empfiehlt deshalb, beim Auswechseln sicherheitshalber eine Schutzbrille zu tragen.   

Bei Xenon und LED in die Werkstatt

Den Austausch eines Xenon-Lichts selbst vorzunehmen, davon rät der TÜV-Experte ab. Denn diese Lichtart braucht zum Zünden kurzfristig eine sehr hohe Spannung – es können hier über 30.000 Volt auftreten. Diese Arbeit sollte man deshalb einen Spezialisten in einer Fachwerkstatt machen lassen. Auch beim Ausfall von LED-Leuchten sollten sich Autofahrer dorthin wenden. Oft muss nämlich die gesamte Lichteinheit ausgetauscht werden, selbst wenn einzelne Dioden noch funktionieren.

Wer seine Lampen selbst gewechselt hat, sollte zusätzlich von einer Werkstatt die Scheinwerfereinstellung kontrollieren lassen, raten die TÜV-Experten.

(jg)

   

 

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