Restholz aus dem Wald oder Stroh sind die ökologischsten Ausgangsprodukte für synthetisch hergestellte Kraftstoffe. Bei speziell angebauter „Biomasse“ empfehlen sich nach ökologischen Gesichtspunkten „Kurzumtriebsholz“ wie Pappel und Weide und Getreide. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die das Heidelberger IFEU-Institut im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) durchgeführt hat. Die Forscher verglichen in ihrer Studie nicht nur die Einsparung von fossiler Energie und von Treibhausgasen miteinander, sondern auch unerwünschte Nebenwirkungen des Anbaus wie die Versauerung der Böden und den Ozonabbau durch Stoffe wie Ammoniak, Lachgas oder Stickoxide. Das Institut sieht Biokraftstoffe (Biomass-to-Liquid, kurz: BtL) aus Getreide oder Kurzumtriebsholz als ökologisch vorteilhafter als Biodiesel oder reines Pflanzenöl. Der Faktor Transport fiel wider Erwarten kaum ins Gewicht. Dezentrale Konzepte schnitten nicht unbedingt besser ab als Ansätze, bei denen Kraftstoffe effizient zentral hergestellt werden. Die Studie „Ökobilanzen zu BtL: Eine ökologische Einschätzung“ kann im Bereich Literatur der Internetseite der FNR heruntergeladen werden. (dif, 03.01.07) http://www.fnr.de
Bio-Kraftstoffe: Reststoffe ökologisch top
Bei einer umfassenden ökologischen Betrachtung von Bio-Kraftstoffen schneiden Restholz oder Stroh als Ausgangsstoffe am besten ab.