Donnerstag, 21. September 2017

12.07.2017Nachrichten

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2030 werden 65 Prozent der Neuwagen elektrisch angetrieben

Elektroauto beim Aufladen
Der Marktanteil der Elektroautos und Plug-In-Hybride nimmt kontinuierlich zu
© Foto: slavun/adobe.stock.com

Bis 2030 werden Hybride und Fahrzeuge mit rein elektrischem Antriebsstrang in Europa voraussichtlich 65 Prozent aller neu verkauften Fahrzeuge ausmachen. Es zeichnet sich ab, dass sich elektrische Antriebe damit schneller durchsetzen werden als noch vor kurzer Zeit von vielen Marktteilnehmern angenommen. Die Herausforderungen für die Automobilindustrie, gerade im Bereich der Investitionen, werden sich dadurch weiter verstärken. Das sind Ergebnisse aus dem „Global Automotive Outlook“ des Beratungsunternehmens AlixPartners.

„Ankündigungen einzelner Automobilhersteller zur Beschleunigung der Umstellung auf Elektro- oder Hybridantriebe, das Vorhaben Frankreichs, bis 2040 den Verkauf von Benzin- und Dieselautos zu verbieten, sowie die deutsche Debatte um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge belegen, dass sich der Trend zur langfristigen Abkehr vom klassischen Verbrennungsmotor weiter fortsetzt“, sagt Elmar Kades, Automobilexperte und Managing Director bei AlixPartners. Dies korrespondiere mit den aktuellen Marktzahlen, nach denen der Vormarsch des elektrischen Antriebsstrangs deutlich Schwung aufgenommen hat: Zwischen dem ersten Quartal 2015 und dem vierten Quartal 2016 legte der weltweite Verkauf von Elektroautos einschließlich der Plug-In-Hybride um 168 Prozent auf 252.000 Fahrzeuge zu. Deren weltweiter Marktanteil wuchs somit innerhalb von weniger als zwei Jahren von 0,4 Prozent auf über 1 Prozent, teilte das Beratungsunternehmen mit.

Im vergangenen Jahr hat die Automobilindustrie weltweit 92 Millionen Autos verkauft und das profitabelste Jahr seit mehr als einer Dekade erlebt. Dennoch müsse die Branche an ihrer Zukunftsfähigkeit arbeiten, da die stark voranschreitende Elektrifizierung des Antriebsstrangs die Automobilindustrie in Sachen Fertigungsstrategien und Zukunftsinvestitionen vor Herausforderungen stellt.

Die Studie „AlixPartners Global Automotive Outlook 2017“ basiert auf Experten-Interviews und Bilanzanalysen von mehr als 300 Automobilzulieferern und Autoherstellern weltweit. (ts)

 

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