Samstag, 18. November 2017

14.11.2017Nachrichten

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Glückliches Privatleben wichtiger als Karriere

Work-Life-Balance
Für Arbeitnehmer sind Themen wie Familie und Reisen von elementarer Bedeutung
© Foto: IStock/Getty Images/Almagami

Was ist Erfolg? Entgegen der klassischen Definition, Erfolg sei gleichbedeutend mit einer einflussreichen Position in einem Unternehmen und viel Geld, spielen berufliche Erfolge für deutsche Arbeitnehmer eine eher untergeordnete Rolle. Das ergab eine repräsentative Studie von Yougov im Auftrag von LinkedIn unter 2.000 Arbeitnehmern in Deutschland. Sie hat untersucht, wie die Deutschen heute Erfolg für sich definieren.

Das Ergebnis: Nur knapp ein Viertel der Befragten sehen berufliche Meilensteine als Erfolg an. Finanzielle Aspekte wie eine Gehaltserhöhung (16 Prozent) oder ein sechsstelliges Gehalt (12 Prozent) werden als noch weniger wichtig bewertet. Glücklich (72 Prozent) oder gesund (71 Prozent) zu sein wird als größter Erfolg gesehen.

„Erfolg ist entgegen der weitläufigen Annahme nicht mehr das Motto 'Mein Haus, mein Auto, mein Boot'. Für viele sind persönliche Freiräume sowie genügend Zeit für Familie und Freunde sehr wichtig“, sagt Barbara Wittmann, Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz von LinkedIn. „Arbeitnehmer suchen ihren Arbeitsplatz zunehmend danach aus, wie er sich mit dem Privatleben vereinbaren lässt.“

Interessant auch: Zwischen Männern und Frauen gibt es keinen großen Unterschied. Für beide Geschlechter zählt (neben Glück und Gesundheit) Zufriedenheit im Privatleben als größter Erfolg. Gute Freunde (55 Prozent), die Familie (48 Prozent), Reisen (44 Prozent) oder Zeit für Hobbys (41 Prozent) werden höher gewichtet als die Karriereentwicklung.

In Zukunft wollen die Deutschen lieber mehr reisen als einen besser bezahlten Job haben. Bei der Frage, was Erfolg in zehn Jahren bedeutet, sagen 13 Prozent der Befragten, dass sie mehr Zeit für Familie und Freunde haben möchten, während zwölf Prozent durch die Welt reisen wollen. Nur rund jeder Zehnte arbeitet auf einen besser bezahlten Job hin und nur zwei Prozent sehen als ihren großen Wunsch eine höhere Position an. Zwölf Prozent sind mit ihrem Leben so zufrieden, dass sie kein Ziel verfolgen, das sie in zehn Jahren erreichen möchten. (tr)

 

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