Sonntag, 22. Oktober 2017

22.08.2016Nachrichten

drucken email

Neue Checkliste zur Motorradbekleidung

Motorradbekleidung
Die richtige Ausrüstung ist für die sichere Fahrt unabdingbar
© Foto: TÜV SÜD

Helm, Kleidung, Stiefel, Handschuhe – dass die richtige Ausrüstung für den Motorradfahrer nicht Jacke wie Hose ist, das ist inzwischen allen Bikern und erst recht Fahrlehrern klar. Fahrer in Jeans und Turnschuhen sieht man nur noch selten. Wie der TÜV SÜD in einer Pressemitteilung erklärt, gab es bei der Schutzkleidung es in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte.

Für die TÜV Experten stehen folgende Fragen für die Bekleidungsauswahl im Fokus:

Wie, wofür und wann kommt das Motorrad zum Einsatz?

Für kurze Ausfahrten sei der Einteiler die passende Wahl – dieser liege eng am Körper, biete wenig Windwiderstand und könne nicht verrutschen. Geht es auf längere Touren, sind laut den TÜV SÜD Experten zweiteilige Textil- oder Lederkombinationen die richtige Wahl, denn sie können auch abseits des Motorrads getragen werden. Zudem verfügen sie zumindest über Stauraum für Schlüssel und Brieftasche. Wichtig sei vor allem, gut gesehen zu werden – konkret: helle Farben wählen!

Nappa oder Nylon?

Grundsätzlich, so der TÜV SÜD, seien Leder und Textil die sichersten Materialien fürs Motorradfahren. Beim Leder muss der Käufer unbedingt auf die Stärke achten: Das Material sollte mindestens 1,2 Millimeter stark sein. Im Vergleich zum Leder ist Textilbekleidung ist leichter, bequemer und bietet zudem besseren Schutz gegen Wind und Regen. Auch in Sachen Klima sei die Textilbekleidung der Ledervariante immer noch ein Stück voraus, sagt der TÜV SÜD. Wer also vor habe, bei großer Hitze unterwegs zu sein, der sollte sich für die textile Variante entscheiden.

Welche Protektoren?

Philipp Schreiber von TÜV SÜD: „Eine wichtige Rolle bei der Schutzwirkung von Motorradbekleidung spielen Größe, Form und Anordnung der Protektoren.“ Wichtig ist vor allem das Prüfsiegel. EN 1621-2 gilt für Rückenprotektoren, EN 1621-1 für alle anderen. Wenn diese fehlen, sollte von einem Kauf abgesehen werden.

Außerdem ist die Anprobe nach Ansicht des TÜV SÜD unabdingbar. „Man sollte ausreichend Bewegungsfreiheit haben und bedenken, dass Funktionswäsche darunter passt“, sagen die Experten. Um die richtige Länge der Kleidungsstücke zu finden, sollte man Stiefel und Handschuhe zur Anprobe mitbringen.

(tr)

 

Aktuelle Magazin-Ausgabe

Ausgabe 10/17

Titelbild