Montag, 21. Mai 2018

06.03.2018Recht

drucken email

Rotlichtverstoß: „Pi mal Daumen“ ist zu wenig

Rote Ampel
Im Fall fuhr ein Autofahrer über eine rote Ampel - das war unstrittig. Aber wie lange schon Rot war, das konnte niemand genau sagen
© Foto: Gabi S./Panthermedia

Im Fall schätzten Polizisten, die an einer Kreuzung standen, dass ein Autofahrer länger als eine Sekunde Rot „sah“, als er über die Ampel fuhr. Für seinen qualifizierten Rotlichtverstoß bekam er eine saftige Geldbuße und ein einmonatiges Fahrverbot.

Dem Oberlandesgericht Hamm reichte das nicht: Eine „Pi-mal-Daumen“-Aussage der Polizei sei nicht genug, wenn es darum gehe, nach einem Rotlichtverstoß ein Fahrverbot zu verhängen. Es brauche konkrete Anhaltspunkte, um die Rotlicht-Dauer genau zu bestimmen.

Oberlandesgericht Hamm

Aktenzeichen 4 RBs 404/17

(tc)

 

Aktuelle Magazin-Ausgabe

Ausgabe 5/18

Titelbild