Dienstag, 19. Juni 2018

08.01.2018Nachrichten

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Unfallforschung: Viele Parkassistenten sind unausgereift

Parkende Autos
Moderne Helfer wollen dem Autofahrer das Ein- und Ausparken erleichtern
© Foto: Gina Sanders/adobe.stock.com

Durch Parkrempler entstehen jedes Jahr Millionenschäden. Darauf weist die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hin. Aber auch Menschen könnten beim Ein- und Ausparken verletzt werden. Der Grund laut UDV: Zunehmende Unübersichtlichkeit und wachsende Abmessungen moderner Fahrzeuge machten fehlerfreies Ein- und Ausparken ohne technische Hilfe immer schwieriger.

Hilfe versprechen die Parkassistenten moderner Pkw. Doch diese elektronischen Helfer haben noch viele Tücken, schreibt die Unfallforschung der Versicherer. „Die Assistenten müssen für den Nutzer verständlich sein und fehlerfrei funktionieren“, sagt UDV-Leiter Siegfried Brockmann. Die umfangreichen Tests mit Probanden, Fahrzeugen und Parkassistenten hätten gezeigt, dass die Technik viele Parklücken nicht erkennt oder wesentlich länger als der Mensch zum Rangieren braucht. „Diese Systeme können nichts nützen, weil sie abgeschaltet werden“, so Brockmann.

Bei den Parkpiepsern etwa sei das Problem, dass die Fahrgeschwindigkeit nicht berücksichtigt werde. Zwar sei die Technik einfach zu verstehen und kostengünstig – beim forschen Ausparken komme die Warnung dennoch häufig zu spät. Auch halbautomatische Systeme, bei denen der Fahrer Gas gibt und bremst, das Fahrzeug aber selber lenkt, stuft die UDV als „nicht optimal“ ein. Die Gründe dafür: unzuverlässige Parklückenwahl und häufiges Rangieren. So kam es bei den Fahrversuchen immer wieder zu Kollisionen. (tr)

 

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