50.000 Hauptuntersuchungen im TÜV-Busreport ausgewertet

16.09.2010 15:03 Uhr
Werkstatt
Um Korrosion vorzubeugen, sollte regelmäßig der Unterboden kontrolliert werden
©Foto: ddp/Axel Schmidt

Ein grundsätzlich positives Bild über den technischen Zustand von Reise- und Linienbussen zeichnet der erste "Bus-Report", der heute in Berlin vorgestellt wurde.

Für den Report wurden deutschlandweit 50.000 Hauptuntersuchungen aus den Jahren 2008 und 2009 ausgewertet. Bei 55,8 Prozent der Busse, die zur HU vorfuhren, kamen die Sachverständigen zum Urteil „ohne Mängel“. Geringe Mängel gab es bei 31,6 Prozent der untersuchten Fahrzeuge. Erhebliche Mängel wiesen 12,4 Prozent der Busse auf – sie bekamen die Prüfplakette erst nach Nachbesserung in der Werkstatt. 0,2 Prozent der Busse wurden als verkehrsunsicher eingestuft und durften ohne vorherige Reparatur nicht mehr auf die Straße. Auf Platz eins der Mängelstatistik kam die Beleuchtung (18,6 Prozent), gefolgt von Problemen an der Vorder- oder Hinterachse (5,2 Prozent). Den dritten Platz belegten Mängel in den Bereichen Motor/Antrieb und Korrosion am Fahrwerk (jeweils 4,9 Prozent). Gerade bei Bussen älter als zehn Jahre zeigen sich teils gravierende Mängel an Beleuchtung und Bremsen sowie Korrosion an tragenden Teilen. Bei den einjährigen Bussen fielen 7,1 Prozent durch Mängel an der Beleuchtung auf, bei den Zehnjährigen dagegen 21,7 Prozent. Korrosion am Fahrwerk bleibt bis zum sechsten beziehungsweise siebten Lebensjahr der Busse unter 0,6 Prozent, steigt dann aber auf bis zu 19,2 Prozent bei 20 Jahre alten Fahrzeugen. So lässt sich vorbeugen: Unterboden regelmäßig kontrollieren, kleine Schäden sofort ausbessern. "Werden Reparaturen fällig, sollte der Busunternehmer darauf achten, dass die Werkstatt technologisch auf der Höhe der Zeit ist - so lässt sich nahezu Herstellerqualität erreichen", erklärt TÜV Süd-Fachmann Wolfgang Eichler. Den kompletten "Bus-Report 2010/2011" gibt es zum Herunterladen unter http://www.vdtuev.de. (ah, 16.09.10)

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