Die Durchfallquoten der Fahrschüler in den neuen Bundesländern sind seit Jahren deutlich schlechter als in den alten Bundesländern. Welche Gründe dies haben könnte, möchten die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, die Dekra Automobil GmbH und die TÜV SÜD Auto Service GmbH in einer repräsentativen Studie untersuchen lassen. Unter der Federführung von Prof. Dr. Andreas Hilbert von der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität Dresden wird dazu ab April 2011 eine dreistufige Befragung von Fahrschulinhabern und Fahrschülern vorbereitet. Im Rahmen einer Pilotstudie sollen ab März 2012 zunächst alle Fahrschulinhaber in Bayern und in Sachsen angeschrieben und schriftlich befragt werden. Die Fahrschulinhaber werden vor allem nach ihrer Fahrschulausbildung und ihrer Prüfungsvorbereitung gefragt. Zufällig ausgewählte Fahrschüler sollen anschließend vor allem Auskunft über ihre schulische und ihre Berufsausbildung geben. In einem dritten Schritt werden die Fahrlehrer dieser Fahrschüler zu Aspekten wie den Selbststudien und den Ausbildungszeiten ihrer Fahrschüler befragt. Die bei der Befragung erhobenen Daten werden anonymisiert und weder auf Fahrschulen noch auf Personen bezogen ausgewertet. Die ersten Ergebnisse erwartet Prof. Dr. Hilbert im Mai. Die komplette Pilotstudie soll im September 2012 abgeschlossen werden. Eine spätere Ausdehnung auf weitere Bundesländer ist nicht ausgeschlossen. (dif)
Durchfallquoten: Pilotstudien in Bayern und Sachsen
In zwei Bundesländern soll exemplarisch untersucht werden, weshalb es zu großen Unterschieden in den Durchfallquoten zwischen Ost und West kommt.