Das neue Elektroauto Citroen C-Zero könnte umweltbewusste Fahrschulunternehmer in Städten ansprechen, weil der Viersitzer ordentlich Platz bietet. Der Fahrlehrer kommt dem Fahrschüler zwar sehr nahe, aber er und sein Hintermann haben ordentliche Bein- und Kopffreiheit. Nur für sehr große Menschen sollte der höhenverstellbare Fahrersitz weiter längs verschiebbar sein, zumal das Lenkrad nicht verstellbar ist. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer ersten kurzen Stadtfahrt durch Köln am 2. Dezember 2010. Der Kleinwagen ist dank des langen Radstands gut gefedert und dennoch wendig. Sein im Dauerbetrieb 35 kW/48 PS und für maximal eine Minute 49 kW/67 PS leistender Elektromotor sorgt mit einem maximalen Drehmoment von 180 Newtonmetern von 0 bis 2.500/min für flottes Vorankommen im Stadtverkehr. Eine Kriechfunktion erleichtert das Rangieren. Wer den C-Zero sanft beschleunigt, kann auf der Anzeige beobachten, dass seine Reichweite langsamer nachlässt als bei Ampelspurts. Beim Ausrollen vor roten Ampeln bremst die Bremsenergie-Rückgewinnung stark spürbar ab. Sie greift auch noch beim leichten Antippen des Bremspedals. Für 29.550 Euro (ohne MwSt.) ist der C-Zero unter anderem mit einer Klimaautomatik umfassend ausgestattet. Sie frisst allerdings wertvollen Strom ebenso wie die serienmäßige Sitzheizung. Wegen des fehlenden Verbrennungsmotors ist das Fahrgeräusch angenehm niedrig. Eine Anhängelast ist nicht einmal für einen Fahrradträger auf der Anhängerkupplung vorgesehen. Da der hintere Überhang des Elektroautos extrem kurz ist, dürfte es wohl kaum prüfungstauglich werden - vom fälligen Automatikeintrag einmal abgesehen. (dif)
Elektroautos: Citroen könnte Fahrschüler elektrisieren
Mit dem Citroen C-Zero könnten Fahrschüler gut über die Elektromobilität informiert werden.