Sicherere und umweltfreundlichere Motorräder sind das Ziel einer neuen EU-Verordnung. Zur Vorbereitung des Gesetzgebungsprozesses fand am 22. März im EU-Parlament eine Anhörung statt. Luca Pascotto von der Federation International de l´Automobile bezeichnete bei der Anhörung ABS als eine viel versprechende Technologie. Innerhalb der EU nimmt Deutschland beim Einsatz von Motorrad-ABS schon jetzt eine Vorreiterrolle ein. Patrice Assendelft vom Königlich Niederländischen Motorradfahrerverband KNMV betonte den „Faktor Mensch“ als wichtigsten Faktor und fügte an, dass ein Training den Fahrern helfen kann, einen sechsten Sinn für Notsituationen zu entwickeln. Verbesserungs-Chancen in der Ausbildung sah auch Toine Manders aus den Niederlanden, der den Autofahrern die Besonderheiten des Motorradfahrers im Verkehr beibringen möchte. Bertrand-Oliver Ducreux kritisierte, dass einige Modelle die Kohlenmonoxid- und Stickoxid-Grenzwerte überschreiten würden. Stellvertretend für den Herstellerverband ACEM warnte Antonio Perlot vor zu kurzen Umstellungsfristen und betonte, dass es sich beim Motorradmarkt um einen kleinteiligen Markt handle, dessen Verkäufe in den letzten zwei Jahren um 25 Prozent geschrumpft seien. Jean-Ludovic Basset fügte hinzu, dass Sicherheits- und Umweltaspekte nicht nur bei der Herstellung zu beachten seien, sonder über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs. (kitz)
EU-Parlament: Anhörung für Zweirad-Gesetzgebung
Die nächste EU-Verordnung tritt in die Vorbereitungsphase.