Fahrlehrer, die Kunden gewinnen möchten, die bereit sind, einen angemessenen Preis für dieFahrausbildung zu zahlen, müssen ihre Leistung entsprechend "verkaufen". Wie das funktioniert, erklärte Dr. Hans-Georg Häusel, Marketingberater und Experte für Neuromarketing, den Teilnehmern des 3. Deutschen Fahrlehrerkongresses in Berlin. Häusel zeigte, wie sehr Entscheidungen von Emotionen beeinflusst sind. So entscheiden sich Kunden lieber für eine Marke, die ihnen bekannt ist als für Produkte oder Leistungen von unbekannten Anbietern. Fahrlehrer sollten also auf ein eindeutiges, prägnantes Erscheinungsbild achten, das sie über Jahre weitgehend beibehalten - wie zum Beispiel Coca Cola oder Nivea. Häusel zeigte auch, wie sehr der erste Eindruck zählt. Was für einen Eindruck machen Fassade und Schaufenster - professionell oder "schlampert"? Wie sehen die Autos und die Fahrschuleinrichtung aus? Häusel: "Wenn es innen vergrabbelt aussieht, glaubt niemand, dass Sie eine hohe technische Kompetenz haben." Das heißt: Kunden schließen von Äußerlichkeiten auf die Professionalität der Ausbildung. "Alles ist eine Botschaft", so Häusel. Und mit diesen Botschaften sollten Fahrlehrer "sauber arbeiten". Für eine Fahrschule, in der es sauber, ordentlich und professionell aussieht, in der es gut riecht und in der die Mitarbeiter freundlich sind, werden sich Fahrschüler viel eher entscheiden als für eine Fahrschule, in der das nicht der Fall ist - auch wenn die Fahrausbildung dort genauso gut ist. Dabei komme der Freundlichkeit und dem Gefühl, das den Mitarbeitern das Wohlergehen jedes einzelnen Fahrschülers am Herzen liegt, eine besonders hohe Bedeutung zu. (bub, 26.11.10)
Fahrschüler über Emotionen gewinnen
Wie Fahrlehrer Kunden über Emotionen gewinnen können, zeigte Dr. Hans-Georg Häusel den Teilnehmern des 3. Deutschen Fahrlehrerkongresses.