Plug-in-Hybride werden sich nicht durchsetzen. Zwei Antriebe im Auto sind zu teuer, denn die Kunden wollen für einen Zweitwagen mit Elektroantrieb nicht mehr bezahlen als für einen mit Verbrennungsmotor. Diese Meinung vertrat Prof. Dr. Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der Technischen Universität München, bei einer Vortragsveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung. Sie fand am 27. September 2011 in München statt. Lienkamp erwartet, dass der Trend künftig eher dahin geht, mehrere Fahrzeuge zu nutzen. Während in der Stadt und für die Fahrt zum Arbeitsplatz ein Elektro-Zweisitzer reiche, sei für längere Überlandfahrten ein Modell mit effizientem Verbrennungsmotor die ideale Ergänzung. Beide Fahrzeugtypen könnten über Carsharing genutzt werden. Lienkamp hat mit einem Team seiner Universität ein leichtes, zweisitziges Elektroauto für die Stadt entwickelt. Es soll als Ideengeber dienen und wurde auf der IAA ausgestellt. Das Elektroauto „mute“ soll mit 500 Kilogramm Leergewicht inklusive Batterie viel leichter sein als heutige E-Mobile, die von herkömmlichen Pkw abstammen, und daher mit derselben Batteriekapazität weiter fahren können. (dif)
Hybridfahrzeuge: Zwei Antriebe sind zu teuer
Ein Münchener Wissenschaftler prophezeit, dass die Autofahrer der Zukunft mehrere Fahrzeuge für unterschiedliche Zwecke nutzen werden und keine Hybridfahrzeuge für alle Fahrten.