Die Gesamtzahl der medizinisch-psychologischen Untersuchungen (MPU) hat im Jahr 2009 erstmals seit längerem wieder zugenommen, und zwar im Vergleich zu 2008 um rund 2,9 Prozent auf 106.082 Begutachtungen. Das teilt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in ihrer Jahresstatistik mit. Ihr zufolge sind die Begutachtungen infolge von Verkehrsauffälligkeiten um 4,34 Prozent auf 13.975 Gutachten gestiegen. Auf sonstige strafrechtliche Auffälligkeiten entfielen 11,84 Prozent mehr Fälle, das waren 3.920 Verfahren. Mit 20,39 Prozent auf 2.179 Fälle hat auch der Untersuchungsanlass „Betäubungsmittel/Medikamente und allgemeine Verkehrsauffälligkeiten“ stark zugenommen. Auch die Kombination von Alkohol und Verkehrsauffälligkeiten kam mit einer Steigerung um 9,22 Prozent auf 7.892 Fälle deutlich häufiger als im Vorjahr vor. Zahlenmäßig am bedeutendsten ist die erstmalige Auffälligkeit mit Alkohol mit 31.620 Fällen, gefolgt von wiederholtem Alkoholgenuss in 18.088 Fällen, wobei diese Bereiche um 3 Prozent rückläufig beziehungsweise stabil waren. (dif, 09.11.10)
MPU-Statistik: Begutachtungen haben wieder zugenommen
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat 2009 wieder eine Zunahme der medizinisch-psychologischen Untersuchungen verzeichnet.