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Studie: Fortbewegung ohne Motor wird boomen

Das Fahrrad soll von der Mobilitätswende in den nächsten zehn Jahren am meisten profitieren
© Foto: Fotolia/Geronimo

In den kommenden zehn Jahren wird sich der Verkehr in den Großstädten dieser Welt radikal verändern. Das jedenfalls sagt eine aktuelle Studie voraus.


Datum:
19.02.2020
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Umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen statt täglich im Auto sitzen: so soll sich bis zum Jahr 2030 das Mobilitätsverhalten der weltweiten Bevölkerung ändern, glaubt man der Studie „Mobility Futures“ des Marktforschungsinstituts Kantar, über die die Online-Ausgabe des Spiegels berichtet. Für die Studie wurden über 20.000 Bewohner in 31 Großstädten weltweit befragt worden.

Bis 2030 würden private Autofahrten in den größten Städten der Welt um zehn Prozent zurückgehen, sagt die Studie voraus. Zeitgleich bräuchten aufgrund der alternden Bevölkerung, der Sharingangebote und der autonomen Fahrzeugen die Menschen selbst bald kein Auto mehr. Größter Nutznießer dieser Entwicklung wird laut Spiegel das Fahrrad sein. Bis 2030 soll deren Nutzung weltweit um 18 Prozent steigen.

Deutschland hinkt noch ein wenig nach

Während sich diese Entwicklung in vielen Städten dieser Welt bereits abzeichne, gehe die Veränderung in Deutschland etwas langsamer vonstatten, schreiben die Macher der Studie. Denn bisher sei die Mobilitätswende in Städten wie Berlin oder München weder in der Einstellung der Menschen noch bei den öffentlichen Investitionen sichtbar.

Die größte Veränderung des Mobilitätsverhalten werde sich hingegen im englischen Manchester zeigen, heißt es weiter. Hier geht die Studie davon aus, dass die Nutzung von Autos in den nächsten zehn Jahren um 24 Prozent zurückgehen werde, während der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs um 20 Prozent steigen soll. Auch in Moskau, Sao Paulo, Paris und Johannesburg würden sich bereits heute massive Veränderungen abzeichnen.

(ts)

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