Aus Labor- und Feldstudien ist bereits bekannt, dass vom Verkehr ablenkende Tätigkeiten das Fahren beeinträchtigen können. Weitgehend unbekannt ist jedoch die Häufigkeit derartiger fahrfremder ablenkender Tätigkeiten. Eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), bei der Pkw- und Lkw-Fahrer zu fahrfremden Tätigkeiten befragt wurden, gibt darüber Auskunft.
Insgesamt 80 Prozent der Fahrer gaben an, dass sie ein bis drei fahrfremde Tätigkeiten innerhalb der letzten halben Stunde vor der Befragung ausgeführt haben.
Besonders häufig finden fahrfremde Tätigkeiten während beruflicher Pkw-Fahrten in der Stadt und bei Lkw-Fahrten auf der Autobahn statt.
Während privater Pkw-Fahrten in der Stadt sind fahrfremde Tätigkeiten seltener. In allen Gruppen werden am häufigsten Geräte im Fahrzeug bedient. Körperpflege kommt eher selten vor. Bei den privaten Pkw-Fahrten sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn spielen Interaktionen mit einem Beifahrer eine große Rolle.
Bei beruflichen Pkw-Fahrten auf der Autobahn sind dies Essen und Trinken sowie die Bedienung fahrzeugfremder Geräte. Bei Lkw-Fahrten sind Essen, Trinken und Rauchen neben der Bedienung fahrzeugeigener Geräte sehr häufig.
(vb)