Um die Zahl von Wildunfällen zu senken, starten jetzt der ADAC, der Deutsche Jagdschutzverband (DJV),der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV) und das schleswig-holsteinische Umweltministerium, Straßenbau- und Forstbehörden sowie weitere Partner ein fünfjähriges Forschungsprojekt. Schwerpunkte der Studie sind die Analyse von Einflussfaktoren aus das Wildunfallgeschehen und die Erprobung optischer und geruchlicher Präventionsmaßnahmen. Damit sind zum Beispiel Wildwarnreflektoren und Duftzäune gemeint. Das Projekt soll auf bis zu 18 Versuchsstrecken mit hohem Wildunfallaufkommen untersucht werden. Der ADAC und DJV teilten außerdem mit, dass im Spätherbst das Unfallrisiko deutlich zunimmt, da sich die Tiere vermehrt auf Nahrungssuche begeben müssen, zudem sind viele Wildtiere dämmerungsaktiv und treffen daher auf den morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr. Die Untersuchung wird von dem Institut für Wildbiologie Göttingen und Dresden durchgeführt. Das Projekt wird von einer bisher einmaligen Allianz aus Verbänden, Behörden und Unternehmen finanziert. (seg, 18.11.10)
Wildunfälle: Langzeitstudie in Schleswig-Holstein
Eine neue Langzeitstudie soll Unfälle auf Straßen mit Tieren verringern.