In der Regel „wachsen“ Autos beim Wechsel einer Modellgeneration. Nicht so der Audi A6, der in seiner siebten Generation um 1,2 Zentimeter kürzer geworden ist. Weil die Konstrukteure aber gleichzeitig den Radstand um sieben Zentimeter verlängert haben, hat das Platzangebot im Innenraum zugenommen. Auffallend gut ist der bequeme Einstieg in den Fond, wo den Prüfer nicht nur eine gute Beinfreiheit erwartet, sondern auch eine sehr gute Kopffreiheit – ein Merkmal das bei vielen anderen Limousinen wegen deren coupéhaften Linienführung eher eingeschränkt ist.
Zur Markteinführung im Mai bietet Audi den A6 mit drei Dieselmotoren an. Der vierzylindrige 2.0 TDI mit 130 kW/177 PS und mit 380 Nm Drehmoment bildet den Basismotor, der im Vergleich zum Vorgänger gleichzeitig sparsamer und stärker geworden ist. Den 3.0 TDI gibt es in zwei Leistungsstufen. Der V6 bringt entweder 176 kW/240 PS oder 150 kW/204 PS Leistung. In der stärkeren Variante stemmt der V6 500 Nm Drehmoment auf die Räder, bei der verbrauchsgünstigen, schwächeren Variante sind es 400 Nm. Der Vierzylinder ist wie bisher mit Frontantrieb erhältlich, beim schwächeren der beiden V6 hat der Kunde die Wahl zwischen Front- und Quattro-Antrieb, der stärkere wird ausschließlich als Quattro angeboten. Während beim starken V6 ausschließlich die Siebengang S tronic eingesetzt wird, ist bei dem schwächeren V6 das Multitronic-Getriebe serienmäßig, das für den Vierzylinder auf Wunsch ebenfalls erhältlich ist.
Bei der Fahrvorstellung in München gefiel der 3.0 TDI durch seinen leisen und kraftvollen Auftritt. Eindrucksvoll waren auch die Fahrten auf dem Dynamik-Parcours mit unterschiedlichen Fahrwerkseinstellungen, die per „drive select“ eingestellt werden können.
Vielfahrer werden sich über die Adaptive Cruise Control (ACC) mit Stop & Go Funktion freuen. Der Radartempomat arbeitet so, wie der Fahrer die Abstandsstufen und die Dynamik vorgibt.
Wer die Option ACC Stop & Go wählt, hat gleichzeitig einen Kollisionswarner mit an Bord. Audi Pre Sense Front warnt vor dem Aufprall auf den Vordermann und leitet eine Teilbremsung ein.
Wer den neuen A6 für die Fahrausbildung behinderter Fahrschüler einsetzen will, bekommt das Fahrzeug bereits ab der Markteinführung mit Fahrhilfen zu den bekannten Konditionen.
Der 3.0 TDI mit 150 kW/204 PS kostet ab 38.109 Euro (Preise o. MwSt.), die Version mit 180 kW/245 PS ist ab 43.025 Euro erhältlich.
(kitz)