Erdgasautos zu fahren bringt Fahrschulen eine Menge Vorteile, findet Birgit Maria Wöber von der Münchener Agentur gibgas. Den Teilnehmern der Herbstveranstaltung der Regionen München und Oberbayern des Landesverbandes Bayerischer Fahrlehrer erklärte sie, welche das in ihren Augen sind: Zum einen die Kostenreduzierung bei Treibstoff und Kfz-Steuer, zum anderen die Vorbildfunktion in Bezug auf die Umwelt, die Fahrlehrer damit erfüllen könnten sowie eine positive Wirkung für das Image der Fahrschule. Erdgas sei umweltfreundlich, weil es auch aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden könnte – nicht nur aus Mais, der dafür extra angebaut werden muss, sondern unter anderem auch aus Kompost, Grasschnitt und Gülle. „Das Erdgasauto kann also auch bio“, sagte Wöber. „Und bald kann es auch Windenergie!“ Derzeit werde an einer Koppelung des Strom- mit dem Erdgasnetz geforscht. So könnte durch Wind- oder auch Solarenergie produzierter Strom, der derzeit nicht gebraucht wird, in Gasform gespeichert werden. Der überschüssige Strom dient bei dem Verfahren dazu, Wasser aufzuspalten. Bei der Elektrolyse entstehen Wasserstoff und Sauerstoff. Zusammen mit Kohlendioxid (CO2)– Abfallprodukt in Fabriken – verbindet sich der Wasserstoff zu Methan, was quasi dem herkömmlichen Erdgas entspricht. Erdgas tanken können Autofahrer derzeit an 875 Tankstellen in Deutschland, so Wöber. (bub, 18.11.10)
Wöber: Erdgasauto kann bald Windenergie
Erdgasautos bringen Fahrschulen nicht nur Kosten-, sondern auch Imagevorteile, sagt Birgit Maria Wöber von der Münchener Agentur gibgas.