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ACE: Neue Ansätze für „Dauerbaustelle Deutschland“ gefordert

Der ACE fordert ein besseres Baustellenmanagement
© Foto: ACE Auto Club Europa

In einem 20-seitigen Papier stellt der ACE Forderungen an ein besseres Baustellenmanagement. Die Projekte sollten gut aufeinander abgestimmt sein, neue Ingenieur- und Behörden-Kapazitäten geschaffen sowie Anwohner und Verkehrsteilnehmer mit ins Boot geholt werden.


Datum:
29.03.2016
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Der ACE Auto Club Europa begrüßt die Nachricht, dass die Bundesregierung mehr als 260 Milliarden Euro in Straßen, Schienen und Wasserwege investieren will. Doch daraus folge auch eine schlechte Nachricht: Deutschland werde in den kommenden Jahren zur Dauerbaustelle. Aus Sicht des ACE kann das nur klappen, wenn die Projekte gut aufeinander abgestimmt sind, neue Ingenieur- und Behörden-Kapazitäten in den Ländern und Kommunen geschaffen werden sowie Anwohner und Verkehrsteilnehmer mit ins Boot geholt werden. Dafür sei auch ein neues Konzept für das Baustellenmanagement nötig.

„Die Bundesregierung ist bei den Verkehrswegen lang genug auf Verschleiß gefahren. Richtig Geld in die Infrastruktur zu investieren, war längst überfällig. Jetzt kommt es darauf an, dass die Verantwortlichen sich bei der Vielzahl an Projekten nicht verzetteln – sonst droht die ‚Dauerbaustelle Deutschland‘ zum Alptraum zu werden. Wenn staugeplagte Verkehrsteilnehmer auf Baustellen beobachten, dass nichts passiert, werden nicht nur die neuen Projekte des Bundesverkehrswegeplanes, sondern auch dringende Sanierungen Ablehnung erfahren. Deshalb muss auch das Baustellenmanagement auf ganz neue Beine gestellt werden – mit einer entsprechenden Kommunikation in jedem Projektschritt“, sagte Stefan Heimlich, Vorsitzender des Clubs.

Der ACE kritisierte zudem, dass bei den bisherigen Verkehrsprojekten die Sorgen und Ängste der Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu kurz gekommen seien. „Von unseren Mitgliedern hören wir immer wieder die Fragen: Warum dauern Baustellen so lange? Wieso gibt es so viele Baustellen? Wie steht es um die Unfallgefahr auf Baustellen und warum habe ich oft das Gefühl, mich auf die Umleitungsbeschilderung nicht verlassen zu können?“, so Heimlich weiter.

In einem 20-seitigen Papier stellt der ACE deshalb Forderungen an ein besseres Baustellenmanagement. Gefordert wird unter anderem, dass auf jeder Baustelle erkennbar sein muss, dass Bauaktivitäten stattfinden. Zudem sollte auf Hinweistafeln klar kommuniziert werden, in welchem Stadium die Bauaktivitäten sich aktuell befinden und wann sie beendet sein werden. Eine weitere Forderung ist, dass bei Arbeitsunterbrechungen (zum Beispiel am Wochenende) die Absperreinrichtungen auf das notwendige Mindestmaß reduziert und eine Anpassung der Verkehrsregelung vorgenommen werden müssen.

Ein Problem sieht der ACE auch in der zügigen Umsetzung der Projekte. Aus Sicht des ACE liegt das auch an fehlenden Ingenieur- und Behörden-Kapazitäten in den Ländern und Kommunen. Derzeit fehlende personelle Ressourcen in den Straßenbauverwaltungen könnten auch zu weiter steigenden  Erhaltungsinvestitionen in der Zukunft führen.

ts

 

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