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April und Mai: Zeit der Wildunfälle

Aufblenden ist das falsche Mittel, um Wildtiere von der Straße zu treiben
© Foto: obs/ADAC

2017 ereigneten sich 2.548 Unfälle mit Personenschaden, bei denen die Ursache Wild auf der Fahrbahn war. Das teilen das Statistische Bundesamt und die Deutsche Verkehrswacht mit.


Datum:
07.04.2018
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Die Zahl der Wildunfälle stieg nach Angaben von Destatis im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent. Regelmäßige Spitzen gebe es im Spätherbst sowie im April und Mai. Autofahrer müssten in dieser Zeit besonders in den frühen Morgenstunden und am Abend vorsichtig sein, denn die meisten Wildunfälle passieren zwischen 5 und 8 Uhr sowie zwischen 17 Uhr und Mitternacht, wie die Unfallforschung der Versicherer (UDV) warnt.

Bei Dämmerung und Dunkelheit sind laut Verkehrswacht die Tiere am Straßenrand schlecht zu erkennen, besonders wenn im Frühjahr die Vegetation austreibt und Sichtschutz bieten kann. In etwa 80 Prozent der Fälle ereigne sich eine Kollision mit einem Reh, jedes zehnte Tier sei ein Wildschwein.

Bremsen, abblenden und hupen

Die Deutsche Verkehrswacht rät: Bei einer Begegnung mit einem Reh oder Wildschwein auf der Straße sollten Autofahrer in keinem Fall die Tiere überholen oder riskante Ausweichmanöver starten. Sie können die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren, in den Gegenverkehr geraten oder gegen einen Baum prallen.

Besser sei bremsen – wenn es der rückwärtige Verkehr zulässt ­–, abblenden und hupen, damit die Tiere fliehen können. Ist eine Kollision mit einem Tieren nicht mehr zu vermeiden, rät die Verkehrswacht, das Lenkrad festzuhalten und so stark wie möglich abzubremsen. Die Unfallstelle müsse im Anschluss abgesichert und die Polizei sowie Forstverwaltung informiert werden. Das gelte auch, wenn das Tier nur verletzt oder in den Wald geflüchtet sei.

(tc) 

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