Auch bei Busunfällen, bei denen es nicht zu einem Zusammenstoß gekommen ist, können sich Fahrgäste schwer verletzen. Bei Linienbussen sind Fahrmanöver wie starkes Bremsen und Ausweichen verletzungsträchtig, bei Reisebussen dagegen das Ein- und Aussteigen. Zu diesem Ergebnis kam die Unfallforschung der Versicherer (UDV) bei der detaillierten Untersuchung von 213 Busunfällen, von denen es in 50 Fällen nicht zu einem Crash gekommen war. Nach der Analyse des Nutzenpotenzials von Fahrerassistenzsystemen bei den untersuchten Unfällen kommen die Unfallforscher zu dem Ergebnis, dass Notbremssysteme den größten Nutzen versprechen, sofern sie ein Auffahren auf stehende Hindernisse verhindern können. Jeder sechste schwere Unfall könnte durch ein solches Notbremssystem verhindert oder zumindest abgeschwächt werden. (dif)
Busunfälle: Schwere Verletzungen bei Fahrmanövern
Notbremssysteme könnten Auffahrunfälle von Bussen verhindern oder abschwächen, meinen die Unfallforscher der Versicherer.