Den Sicherheitsgurt richtig anlegen

Wer sich richtig angurtet, ist besonders sicher unterwegs
© Foto: Kaarsten/Fotolia

Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, steigt ohne Sicherheitsgurt auf das Sechsfache. Allerdings ist es wichtig, den Gurt auch korrekt anzulegen.


Datum:
13.10.2016

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„Der Sicherheitsgurt zählt zu den wichtigsten Maßnahmen des passiven Insassenschutzes im Pkw“, sagt Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei Dekra. „Ein richtig angelegter Gurt ist zudem Voraussetzung dafür, dass die Airbags im Auto optimal schützen können.“ Die Rückhalteeinrichtungen in modernen Pkw, die aus Gurt, Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern plus Airbag bestehen, sind exakt aufeinander abgestimmt. „Kommt es bei niedriger Geschwindigkeit zu einem Unfall, kann es durchaus passieren, dass der Airbag nicht auslöst, weil der Sicherheitsgurt genügen würde“, erklärt der Experte. „Auch stellt der Gurt sicher, dass der Oberkörper im Falle eines Falles richtig in den Airbag eintaucht.“

Deshalb ist es wichtig, dass der Sicherheitsgurt korrekt angelegt wird. Insbesondere Fahranfänger und Fahrschüler sind oft mit so vielen „anderen Dingen“ beschäftigt und müssen sich auf vieles konzentrieren, was später zur Routine wird. Deshalb wird das Anschnallen bisweilen zur Nebensache. Dennoch sollten sie konkret auf folgende Punkte achten:

  • Den Gurt niemals unter der Achsel anstatt über die Schulter führen, um den subjektiven Bewegungsspielraum zu vergrößern.
  • Die Gurthöhe so einstellen, dass der Gurt nicht am Hals anliegt, sondern über die Schulter und das Schlüsselbein läuft.
  • Den Gurt nicht über harte Gegenstände führen, wie etwa Smartphone oder Schlüsselbund, die sich in den Taschen der Bekleidung befinden.
  • Dicke Jacken, Mäntel und Westen ausziehen, bevor man sich anschnallt. Sie können wie ein Luftpolster wirken und zu viel Bewegungsspielraum bieten. Dadurch hat der beste Gurtstraffer keine Chance.
  • Dafür sorgen, dass Kinder bis zwölf Jahre und mit einer Körpergröße von unter 1,50 Metern in einem Kindersitz angeschnallt werden.

„Mittlerweile ist der Anteil der Gurtmuffel im Pkw auf etwa zwei Prozent gesunken“, sagt Egelhaaf. „Von den in Pkw tödlich verunglückten Insassen waren dagegen 20 Prozent nicht angegurtet. Besser lässt sich die Wirksamkeit des lebensrettenden Textils nicht belegen.“

(ts)

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