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Diesel: Wenn der Motor im Winter streikt

Dieselfahrer sollten in der kalten Jahreszeit besonders wachsam sein
© Foto: Fotolia/JürgenFälchle

Bei niedrigen Temperaturen bekommen Dieselfahrer manchmal Schwierigkeiten, denn im Winter streiken gerne einmal die Dieselmotoren. Das Problem: je kälter es ist, desto häufiger passiert es.


Datum:
17.02.2021
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
4 min
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Schon ab etwa sieben Grad minus bilden sich auch im „Winterdiesel“ die ersten Paraffinpartikel, die das Kraftstoffsystem beziehungsweise den Kraftstofffilter verstopfen können. Darauf macht der ADAC aufmerksam. In der Folge springt der Motor nicht mehr an oder geht bei fallenden und sehr eisigen Temperaturen sogar während der Fahrt aus.

Eigentlich soll sogenannter Winterdiesel dem Problem entgegenwirken. Er wird von Mitte November bis Ende Februar an den Tankstellen in Deutschland verkauft und enthält Additive, die das „Ausflocken“ des Kraftstoffs und damit die Verstopfung des Kraftstoffsystems verhindern sollen. Bei starker Kälte zeigte sich aber schon oft in der Vergangenheit, dass auch dieser Diesel „versulzt“, schreibt der ADAC. Dann fährt das Auto erst wieder, wenn das gesamte Kraftstoffsystem erwärmt ist und sich alle Paraffinpartikel aufgelöst haben.

Was tun, wenn der Diesel versagt?

Springt das Dieselauto nicht mehr an, sollte es in eine Garage mit deutlich über null Grad gestellt werden. Mit Föhn oder gar Heißluftgebläse dem verklumpten Treibstoff zu Leibe rücken, ist laut ADAC hingegen keine gute Idee. Denn einerseits bestehen Brand- und Beschädigungsgefahr, andererseits erreicht man so ohnehin nicht alle erforderlichen Stellen, wo der Diesel ausgeflockt ist.

Tipps für Dieselfahrer

Damit es gar nicht erst soweit kommt, rät der Automobilclub Dieselfahrern die folgenden Ratschläge zu berücksichtigen:

  • Autofahrer sollten rechtzeitig Winterdiesel tanken, bevor die kalte Jahreszeit beginnt. Die noch im Tank befindliche Restmenge an Sommerdiesel sollte dabei so gering wie möglich sein.
  • Die Wartungsvorschriften des Herstellers sollten beachtet werden – insbesondere, wie oft ein Kraftstofffilter gewechselt werden muss.
  • Das Fahrzeug möglichst kälte- und windgeschützt abstellen.
  • Dieselkraftstoff auf keinen Fall mit Benzin mischen. Nur ältere Fahrzeugmodelle von vor 1997 – mit ausdrücklicher Freigabe des Herstellers – sind davon ausgenommen.
  • Additive zur Fließverbesserung nur verwenden, wenn dies vom Hersteller abgesegnet ist.
  • Kraftstoff aus Vorratsbehältern nicht verwenden, wenn nichts über dessen Kältetauglichkeit bekannt ist.
  • Ein liegen gebliebenes Fahrzeug sollte in einer beheizten Garage aufgetaut werden. Außerdem sollten die Filterheizung überprüft und normgerechter Kraftstoff nachgetankt werden. Gegebenenfalls muss der Kraftstofffilter ersetzt werden.
  • Ist keine Filterheizung vorhanden, bieten nur wenige Hersteller eine Nachrüstung an.
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