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DVR fordert absolutes Alkoholverbot am Steuer

Je klarer die Regeln, desto eindeutiger ist die Einhaltung der Vorschriften, sagt der DVR
© Foto: christianthiel/fotolia

„Wer trinkt, fährt nicht!“: Für die Umsetzung dieser klaren Vorgabe plädiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat.


Datum:
14.05.2017
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„Es geht um die klare Regel: wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) Christian Kellner zum Auftakt der Aktionswoche Alkohol 2017 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).

Alkohol am Steuer sei nach wie vor eine Hauptursache für Verkehrsunfälle. Wie der DVR mitteilt, sind 2015 256 Menschen durch Unfälle ums Leben gekommen, bei denen mindestens ein Beteiligter unter Alkoholeinfluss stand. „Auch wenn die Zahl der alkoholbedingten Unfälle insgesamt rückläufig ist, sie sind besonders folgenschwer: 7,4 Prozent aller im Straßenverkehr Getöteten sind 2015 aufgrund eines Alkoholunfalls ums Leben gekommen, das ist fast jeder 14. Unfalltote“, fasst Kellner zusammen.

Der DVR plädiert daher für ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. „Der Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer ist vorrangig gegenüber einer Teilgruppe, die trotz der Teilnahme am Straßenverkehr nicht auf den Konsum von Alkohol verzichten möchte“, so Kellner weiter. „Mit der Umsetzung eines Alkoholverbotes besteht die Chance, die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich zu senken“, zeigt sich Kellner optimistisch. Zudem belegten die Ergebnisse mehrerer repräsentativer Umfragen eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. In einer vom DVR in Auftrag gegebenen Befragung sprachen sich 59 Prozent für ein absolutes Alkoholverbot aus.

Für dein Einsatz von Alko-Interlocks 

Neben der Forderung nach einem Alkoholverbot setzt sich der DVR auch dafür ein, sogenannte „Alko-Interlocks“ (atemalkoholgesteuerte Wegfahrsperren) einzuführen. „Der Einsatz dieser Geräte könnte in Zukunft vor allem den Alkoholauffälligen langfristige Fahrverbote verkürzen, die beruflich auf ihr Auto angewiesen sind. Wichtig sind in diesem Zusammenhang aber auch zusätzlich verpflichtende Reha-Gespräche. Denn – wie die Erfahrungen anderer Länder zeigen – werden ohne solch eine Gesprächsauflage viele Betroffene ziemlich schnell wieder rückfällig. Außerdem befürworten wir es natürlich sehr, wenn möglichst viele Unternehmen ‚Alkohol-Interlocks‘ präventiv in Lkw, Taxen, Schulbussen und im innerbetrieblichen Transport einsetzen würden, um so für mehr Sicherheit auf unseren Straßen zu sorgen“, erläutert der DVR-Hauptgeschäftsführer. 

(tr)

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