Elektromobilität: Bürger haben unnötige Ängste

29.09.2011 10:21 Uhr
BMW_i3
Mit dem i3 möchte BMW Mobilitätsdienstleistungen verknüpfen
© Foto: BMW Group

Beim Flottenversuch von BMW hat sich herausgestellt, dass die Reichweite der Elektro-Minis wegen der durchschnittlichen Laufleistung von nur 40 Kilometern pro Tag gar nicht so viele öffentliche Ladestationen erfordert wie man zunächst angenommen hat.

Die Angst vieler Bürger, mit ihrem Elektroauto wegen einer leeren Batterie liegen zu bleiben, ist ebenso unbegründet wie die Forderung nach einem flächendeckenden Netz öffentlicher Ladestationen. Das sagte Gero Schmidt, Leiter Steuerung Politik der BMW Group, am 27. September 2011 bei einer Vortragsveranstaltung der Hanns-Seidel-Stiftung in München zum Thema Elektromobilität. Schmidt berief sich auf die Zwischenergebnisse des Flottenversuchs mit 600 Mini mit Elektroantrieb. Bei dem habe sich gezeigt, dass die meisten Testfahrzeuge durchschnittlich nur 40 Kilometer am Tag bewegt würden, sodass man angesichts einer Reichweite von rund 150 Kilometern nur jeden dritten Tag an die Steckdose müsse. Da beispielsweise in Berlin die Hälfte der Autos in der eigenen Garage aufgeladen werde, wären gar nicht so viele öffentliche Ladestationen erforderlich. Da die meisten Autos 23 Stunden am Tag stehen würden, werde BMW mit dem ab 2013 erhältlichen Elektroauto i3 die Strategie verfolgen, die Kühlung oder Aufheizung vor der Fahrt zu erledigen und per Smartphone zu steuern, anstatt während der kurzen Fahrt dafür viel Batteriestrom zu verbrauchen. (dif)

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