Acht bereits verfügbare Fahrerassistenzsysteme bringen in der Praxis einen Sicherheitsgewinn. Mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung in Verbindung mit einem Auffahrwarnsystem könnten beispielsweise 42 Prozent aller Auffahrunfälle auf der Autobahn vermieden werden. Zu diesen zentralen Erkenntnissen kommt ein vierjähriger europäischer Feldtest, auf den das Allianz Zentrum für Technik hinweist.
Bei dem Forschungsprojekt wurden 1.000 Pkw und Lkw, die mit acht seit 2008 erhältlichen „Assistenten“ ausgerüstet waren, eingehend untersucht. Aufgezeichnet und ausgewertet wurden Bewegungsmesswerte bei jedem Abbiegen, Beschleunigen und Bremsen sowie bei jedem Spurwechsel. Bei vielen Fahrzeugen wurden noch dazu der Fahrer und Fahrsituationen gefilmt.
Für Fahrlehrer dürfte interessant sein, dass die Fahrer wegen des Spurhalteassistenten ein besseres Blinkverhalten an den Tag legten. Geschwindigkeitsregler führten dazu, dass weniger häufig mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren wurde und sowohl die Zahl der abrupten Bremsmanöver als auch die Anzahl kritischer Abstände abnahmen.
(dif)