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Maximale Leistung

Der neue C-Max
© Foto: Gregor Soller

Nach dem Focus renoviert Ford in der Muckibude nun auch die davon abstammenden C-Max-Modelle. Nachdem diese schon fünf Jahre im Programm sind, in denen sich die einstige Nische zu einem wahren Haifischbecken entwickelt hat, war das auch an der Zeit.


Datum:
22.04.2015
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Das laut Ford „große Facelift“ umfasste neben dem Entrümpeln der knopfreichen Mittelkonsole eine Heerschar von Assistenten, die den C-Max sicherer machen sollen. Optisch erkennt man die Neuen  am schicken trapezförmigen Grill samt der schmaleren Scheinwerfer. Außerdem will man laut Entwicklungschef Rainer Gschwentner auch die Dämmung verbessert und die Verbräuche gesenkt haben, beim 2,0 TDCI gar bis zu zwanzig Prozent.

Wie sich das alles in der  Praxis auswirkt, konnte man auf ersten Testrunden in Spanien erfahren, für die eben jener 2,0 TDCI mit 150 PS in einem Grand C-Max zur Verfügung stand. Der Innenraum macht tatsächlich einen aufgeräumteren Eindruck. Die neuen Assistenzsysteme hat Ford an einem Bedienfeld am Lenkrad zusammengefasst: Auch der C-Max kann jetzt radargestützt Abstand halten und warnt mit schrillem Alarm, sollte man seinem Vordermann zu dicht auffahren - notfalls bremst er dann mit Gewalt ab, um Schlimmeres zu verhindern. Bis auf die letzte Funktion ließen sich beide vorherigen Stufen testen: Der C-Max hält brav Abstand und warnt notfalls schrill und schnell! Optional leuchten einem Xenon-Scheinwerfer (ca. 1.010 Euro mit Sicht-Paket) den Weg noch besser aus als beim Vorgänger, von dem er sich auch durch die Tagfahr-LEDs unterscheidet. Was vor allem dem Fahrlehrer noch mehr gefallen dürfte, ist die Ruhe die im C-Max herrscht. Im Innenraum ist der Diesel kaum noch zu vernehmen, so dass die Windgeräusche bei ungünstiger Anströmung den meisten Lärm machen, was umso mehr auffällt, da Motor und Fahrwerk sauber weggedämmt wurden.

Der 2,0 TDCI treibt C-Max und Grand C-Max in allen Lebenslagen kräftig voran und die Anschlüsse der sauber zu schaltenden Sechsgangbox passen. Nach gut 130 Kilometern Fahrt meldete der Bordrechner 6,7 Liter Verbrauch, was für Fahrzeugklasse und Gewicht in Ordnung geht, einen aber nicht zu Beifallsstürmen hinreißen lässt und die angekündigten 20 Prozent Verbrauchsreduktion etwas relativiert. Offiziell nennt Ford nach Norm 4,4 Liter. Anders gesagt: Wer es drauf anlegt, kann den C-Max mit zartem Gasfuß unter die Sechs-Liter-Marke drücken, bei häufigem Leistungseinsatz oder ersten Fahrstunden in der Innenstadt kann aber durchaus auch mal die Sieben- oder gar Acht-Liter-Marke fallen. Etwas sparsamer verspricht der kleinere, neue 1,5-Liter-TDCI zu sein, der laut Norm 4,1 Liter brauchen soll. Die neue Econetic-Version mit 3,8 Liter unterläuft mit 99 Gramm CO2-Ausstoß gar die magische 100-Gramm-Marke. Da dürfte die fünf und sechs vor dem Komma leichter zu realisieren sein.

Das Fahrwerk findet einen feinen Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort und lässt selbst grobe Querfugen oder Schlaglöcher nicht bis in den Rücken der Insassen durchdringen. Hier hatte Ford auch kaum Bedarf, wieder nachzulegen. Erfreulich an langen Schulungstagen ist auch das neue Ablagenarrangement im Innenraum: Dazu gehört ein etwas größeres Handschuhfach und die Mittelkonsole mit verschiebbaren Becher-respektive Flaschenhaltern, die sich individuell auf mehrere Gebindegrößen einstellen lassen. Weniger Beachtung fand im Grand C-Max die zweite Sitzreihe, die zwar brav nach vorn klappt und rutscht, sollte man tatsächlich einmal Kinder in der optionalen dritten Reihe (ca. 640 Euro) mitnehmen. In Reihe zwei bietet der Standard-C-Max mehr Sitzkomfort, doch dessen zweite Reihe muss auch weniger flexibel sein. Hier stehen 520 bis 1867 Liter Ladevolumen zur Verfügung, womit viele Einsätze gut abgedeckt werden können.  Etwas knapp sind die Wartungen kalkuliert, die Ford mit 20.000 Kilometern respektive zwölf Monaten angibt. Die Preise starten für den Basis-C-Max 1,5 TDCI handgeschaltet bei 17.690 Euro. Die empfehlenswertere und besser aufrüstbare Trend-Version kommt auf einen Startpreis von 19.200 Euro.

In Summe hat dem C-Max die Überarbeitung definitiv gut getan und er empfiehlt sich als „Grand“ nach wie vor als fahraktive Schiebetür-Alternative zu B-Klasse, Touran und Co. Wem der Focus also zu eng ist, kann den Innenraum so bedenkenlos „c-maximieren“! (gs)


Der neue C-Max

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