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Nachrüsten für eine bessere Sicht

Nebelscheinwerfer verbessern die Sicht bei starkem Nebel
© Foto: Tüv Süd

Weil Nebelscheinwerfer nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, ist nicht jedes Auto damit ausgestattet. Wie sich die Zusatzscheinwerfer nachrüsten lassen, erklärt der Tüv Süd.


Datum:
17.11.2014
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Nebelscheinwerfer leuchten den Fahrbahnrand besser aus, sind aber im Gegensatz zu den Nebelschlussleuchten nicht gesetzlich vorgeschrieben. In der Regel besteht aber die Möglichkeit, seinen Pkw nachzurüsten, betont der Tüv Süd und gibt fünf Tipps, wie das geht:

  1. Am besten in die Fahrzeugfront und die Elektrik passen jene Scheinwerfer, die der Hersteller in andere Versionen des Autos oder gegen Aufpreis einbaut. Für einige Modelle verkaufen renommierte Anbieter auch maßgeschneiderte Scheinwerfer und Einbausätze. Daneben gibt es eine ganze Reihe mehr oder weniger universeller Lösungen beispielsweise mit LED-Technik.

  2. Oftmals ist im Stoßfänger bereits eine Stelle für die Montage vorgesehen und nur mit einer Abdeckung verschlossen. Manchmal lässt sich der bereits markierte Ausschnitt auch leicht ausschneiden. Wenn wirklich nichts vorgesehen ist, sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten: Nebelscheinwerfer dürfen nicht tiefer als 25 Zentimeter über der Straße montiert sein und nicht höher als die Scheinwerfer des Abblendlichts. Die maximale Anbauhöhe liegt bei 80 Zentimeter, der Abstand vom äußersten Punkt des Fahrzeugumrisses darf nicht mehr als 40 Zentimeter betragen.

  3. Kein Problem ist der Anschluss ans Bordnetz, wenn der Autohersteller Vorkehrungen getroffen hat. Manchmal liegen die Kabel bereits bis zu den Einbauplätzen, in anderen Fällen gibt es maßgeschneiderte Verbindungen als Ersatzteil in der Werkstatt. Ähnlich sieht es bei den Relais und einem Schalter für das Nebellicht aus. Wenn kein Einbauplatz für einen separaten Schalter mehr frei ist, kann in viele Autos ein kombinierter Schalter für Nebelscheinwerfer und Nebelrückleuchte eingebaut werden.

  4. In modernen Autos wird vieles über Datenbusse gesteuert und überwacht. Die Software muss in diesen Fällen erfahren, dass Nebelscheinwerfer nachgerüstet wurden. In der Regel ist das in der Werkstatt problemlos möglich. Schwierig kann es werden, wenn das Auto eine Glühlampenüberwachung auch für die Lampen im Nebellicht hat und andere als vom Autohersteller verbaute Scheinwerfer angeschlossen werden. Um Problemen vorzubeugen, sollten Fahrzeughalter dieses Thema vor dem Kauf der Scheinwerfer mit einer Werkstatt zu klären.

  5. Nebelscheinwerfer darf man in Deutschland laut Straßenverkehrs-Ordnung einschalten, wenn Nebel, Regen oder Schneefall „die Sicht erheblich behindern“. Das Fahren mit Standlicht und Nebelscheinwerfern ist bei entsprechenden Sichtverhältnissen erlaubt, doch zumeist nicht sinnvoll. Bei starkem Nebel sollte der Nebelscheinwerfer zusammen mit dem Abblendlicht eingesetzt werden, damit die Sichtweite nicht zu sehr leidet. 

(ab)

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