Reifen sind nur mit höchsten fünf Jahren noch als neuwertig anzusehen. Diesen Rat gibt der Dekra. Das Altern von Reifen ist ein komplexer Prozess. Er führt zur Veränderung der Reifeneigenschaften. Beim Altern unterscheidet man physikalische und chemische Prozesse. Ozon und Sauerstoff, UV-Strahlung und Feuchtigkeit sowie Hitze und Kälte lösen chemische Vorgänge aus, physikalische Größen wie Temperatur, Zeit und Verformungskräfte bewirken unterschiedlich stark die Weichmacherdiffusion in der Reifenmischung.
Auskunft über das Reifenalter gibt die Dot-Nummer an der Reifenflanke. 1406 bedeutet beispielsweise, dass der Reifen in der Woche 14 des Jahres 2006 hergestellt wurde. Reifen sind bis zu einem Alter von fünf Jahren als neu anzusehen. Franz Nowakowski, Reifen-Spezialist beim Dekra, nennt eine einfache Faustformel: „10 minus 6 = 4“, das heißt, Pkw-Reifen sollten nicht länger als zehn Jahre genutzt werden und bei einer fachgerechten Lagerung bis zu einem Alter von vier Jahren als neu verkauft werden.
Vom Bundesverband für den Reifenhandel und das Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) wird empfohlen, Reifen, die älter als 10 Jahre sind, nur noch zu benutzen, wenn sie vorher ständig unter normalen Bedingungen im Einsatz waren. Diese Reifen sollten also nicht mehr umgesteckt, sondern nur noch im laufenden Betrieb abgefahren werden.
Wichtig ist auch die richtige Lagerung der Reifen, denn Fehler können zu Schäden führen und die Lebensdauer verkürzen. Mit einer Markierung für die Montageposition versehen und schonend gereinigt , sind Reifen in einem trockenen, kühlen und dunklen Raum gut untergebracht. Schutz brauchen sie auch vor Ölen, Fetten, Kraftstoffen und anderen Chemikalien. Reifen auf Felgen sollten gestapelt oder hängend lagern, Reifen ohne Felgen sollte man nebeneinander stellen und alle vier Wochen etwas drehen.
(vb)