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Stark abgelenkte Handy-Fahrer

© Foto: DVW

60 Prozent aller Autofahrer verlieren deutlich den Fokus auf den Straßenverkehr, wenn sie im Auto ihr Smartphone nutzen. Auch zu diesem Resultat kam die Forsa-Umfrage im Auftrag des Automobil-Club Verkehr (ACV) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW).


Datum:
28.08.2016
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Autofahrer sind alles andere als aufmerksam, wenn sie am Steuer ihr Handy nutzen. ACV und DVW haben das in einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Autofahrern herausgefunden. Dabei interessierte sie auch: Gab es kritische Verkehrssituationen oder Fahrfehler, nachdem sie aufs Handy geblickt hatten? Und gibt es Situationen, in denen Autofahrer das Mobiltelefon auf keinen Fall nutzen würden? 

Schlechtes Wetter hält vom Handy ab

Auf die Frage, ob es Situationen gibt, in denen die Autofahrer auf Mobiltelefon-Nutzung am Steuer verzichten würden, gaben 89 Prozent an, ihr Mobiltelefon auf keinen Fall bei schlechten Witterungsverhältnissen wie Schnee oder Starkregen zu nutzen. 85 Prozent verzichten darauf an großen Kreuzungen oder im dichten Straßenverkehr, 80 Prozent vermeiden es, wenn ein Kind im Auto sitzt und 79 Prozent beim Vorbeifahren an sozialen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern.

Die Nutzung ihres Mobiltelefons würden beispielsweise im dichten Straßenverkehr 18 Prozent der bis 45-Jährigen und neun Prozent der über 45-Jährigen nicht ausschließen, mit einem Kind im Auto liegen die Jüngeren bei 19 Prozent (über 45 Jahre: zwölf Prozent), beim Vorbeifahren an sozialen Einrichtungen 24 Prozent (über 45 Jahre: 13 %), bei Dunkelheit 29 Prozent (über 45 Jahre: 21 %), mit anderen Personen im Auto bei 35 Prozent (ab 45 Jahren: 26 %), auf der Autobahn 34 Prozent (ab 45 Jahren: 31 %) und auf der Landstraße 42 Prozent (ab 45 Jahren: 41 %).

Wenn sie beim Autofahren ihr Mobiltelefon benutzen, fühlen sich 20 Prozent der Befragten sehr stark und weitere 40 Prozent stark abgelenkt. Diejenigen, die sich nicht so stark oder gar nicht abgelenkt fühlen, nutzen ihr Telefon während der Fahrt intensiver als diejenigen, die dies als Beeinträchtigung erleben.

Fehler durch Ablenkung werden ungern zugegeben

Trotz des individuellen Gefühls des Abgelenktseins geben nur elf Prozent der Befragten an, durch die Nutzung schon einmal einen Fahrfehler begangen zu haben. Gerade fünf Prozent sind nach ihren Angaben in eine kritische Situation geraten.

Bei der Nachfrage nach verschiedenen Verkehrssituationen zeigt sich allerdings ein etwas anderes Bild: So haben 25 Prozent schon einmal wegen der Mobiltelefonnutzung am Steuer zu spät gesehen, dass die Ampel wieder grün ist, zwölf Prozent sind schon einmal von der Fahrspur abgekommen und jeweils zehn Prozent haben spät oder zu spät bemerkt, dass das Auto vor ihnen gebremst hat oder haben eine Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen. Über 60 Jahre alte Autofahrer geben seltener als die jüngeren an, dass sie schon einmal eine dieser Erfahrungen gemacht haben.

(tc)

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