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Gefährlicher Betrug mit B196-Bescheinigungen

Einzelne Kriminelle verkaufen B196-Bescheinigungen und bringen damit die Fahrlehrerschaft in Verruf
© Foto: alho007/stock.adobe.com

Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände reagiert in einer Pressemitteilung auf eine RTL-Reportage, die Fahrschulen beim illegalen "Verkauf" von B196-Bescheinigungen zeigt.


Datum:
03.09.2020
1 Kommentare

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Kein gutes Bild der Fahrlehrerschaft zeichnet eine Reportage des RTL-Magazins "Extra", die am 31. August 2020 ausgestrahlt worden ist. Gezeigt wurde, wie man mit einer bloßen Geldzahlung bei einzelnen Fahrschulen die B196-Bescheinigung erhalten kann. 

„Das ist nicht nur ein Riesenbetrug, hier werden auch Menschenleben gefährdet! Jeder, der eine solche Bescheinigung kauft, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen, die um ihn herum am Straßenverkehr teilnehmen. Und er muss damit rechnen, dafür auch juristisch zur Verantwortung gezogen zu werden", so Dieter Quentin, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF) in einer Pressemitteilung der BVF. „Die organisierte Kriminalität wütet leider auch in unserer Branche! Die großartige Arbeit der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer, der große Beitrag der gesamten Branche für die Verkehrssicherheit werden mit Füßen getreten.“ Quentin stellt in der Pressemitteilung außerdem klar, dass es sich bei den im Beitrag gezeigten Unternehmen nicht um Mitgliedsfahrschulen von Fahrlehrerverbänden handelt – mit Ausnahme der Fahrschule, die die Bescheinigung eben nicht widerrechtlich verkauft hat.

„Wir haben uns in den zurückliegenden Jahrzehnten das Vertrauen der Politik, der Verwaltung und der Bevölkerung erarbeitet", so Quentin. "Alle Beteiligten wissen um den hohen Beitrag der Branche zum Erhalt und zum Ausbau der Verkehrssicherheit auf den Straßen der Bundesrepublik Deutschland. Auch deshalb muss konsequent gegen einzelne kriminelle schwarze Schafe vorgegangen werden!“

Die Fahrlehrerverbände haben Behörden und Justiz aufgefordert, "mit der ganzen Härte des Gesetzes gegen die kriminellen Machenschaften vorzugehen". Als erstes reagiert hat bereits das Ministerium in Nordrhein-Westfalen, das per Erlass angeordnet hat, "dass ab sofort bei der Eintragung der Schlüsselzahl B 196 die Bescheinigung kritisch hinterfragt wird."

Die RTL-Reportage kann hier angesehen werden.

(bub) 

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KOMMENTARE


Thomas Tom Schulz

08.07.2021 - 10:36 Uhr

Dann sollte man vielleicht einfach mal NACHDENKEN warum die Menschen diese Möglichkeit vorziehen ... denn wenn wie Ursprünglich geplant die Bescheinigung 200-300 Euro gekostet hätte wären viele auch bereit diese paar Stunden mit zu spielen warum auch nicht. Auch wenn Fahrer dabei sind, die schon seit EWIGKEITEN Schaltmoped fahren und vom Alter her reif genug sind zu wissen was sie tun. Wird hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht ... schließlich dürfen Leute die den FS vor 1980 gemacht haben auch OHNE extra PRÜFUNG 125ccm Maschinen bewegen. Denkt mal darüber NACH bei Preisen für diese Bescheinigung von bis zu 1000 Euro ist das für KEINEN Menschen mehr eine Option ... nun reicht es aber mal langsam mit diesen Irren Quatsch von wegen Straßenverkehrs Gefährung ... dann verlange ich ab sofort das alle die den FS vor 1980 gemacht haben eine ähnliche PRÜFUNG ablegen ... gerade WEGEN der GEFAHR die da von diesen Verkehrsteilnehmern aus geht ( ironie aus ) ... reine GELDMACHEREI einmal EHRLICH sein dafür würde ich auch so 1000 Euro bezahlen nur um das mal zu erleben ...


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