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Tierbiss-Schäden: Allianz hat den 20.000-Euro-Nager

Kaum zu glauben, aber: Der Marder ist manchmal schuld an zerbissenen Kabeln
© Foto: qualitätsgrafik/Fotolia

Kfz-Schäden durch Tierbisse sind auf dem Vormarsch und haben alleine 2018 um rund 10 Prozent gegenüber dem Jahr davor zugenommen. Wo die Viecher am häufigsten zuschlagen und wie teuer das im Einzelfall werden kann, zeigt eine aktuelle Presseinfo der Allianz Versicherung.


Datum:
31.07.2019
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Kleine Zähne – große Schäden. Marder und Co. haben Kabel, Schläuche und Dichtungen in Kraftfahrzeugen zum Fressen gerne und verursachen so Schäden in Millionenhöhe. Alleine bei Autos von Allianz-Kunden haben Nagetiere 2018 insgesamt 22.542-mal zugebissen und einen Schaden von rund 7,4 Millionen Euro verursacht. Das sind durchschnittlich 62 mal pro Tag (2016: 56 mal pro Tag).

In Hamburg selten Schäden, dafür aber die teuersten

Am häufigsten schlagen die possierlichen Tierchen in Bayern zu (19 mal pro Tag/6959). Beliebt sind aber auch Baden-Württemberg (10 mal pro Tag/3829) und Sachsen (8 mal pro Tag/2867). Autos in Bremen (0,1 pro Tag/41), Hamburg (0,3 pro Tag/122) und im Saarland (0,4 pro Tag/154) blieben überwiegend verschont. Aufatmen dürfen die Hamburger und Bremer dennoch nicht: Hamburg führt die Tabelle mit dem teuersten Durchschnittsschäden an: rund 500 Euro kostet die durchschnittliche Reparatur durch die Beißattacken, gefolgt von Bremen mit 473 Euro und Schleswig-Holstein mit 359 Euro. Der durchschnittliche Schadenaufwand pro Biss lag übrigens bei 328 Euro (2016: 288 Euro).

Die 9.000-Euro-Porsche-Maus und der Q7-Topschaden-Nager

War es 2016 die Maus, die den teuersten Einzelschaden an einem Porsche Carrera 911 mit 9.000 Euro verursacht hatte, so war es 2018 ein unbekanntes Nagetier, welches sich für rund 20.000 Euro an einem Audi Q7 gütlich getan hat. Allein für die Reparatur des Leitungssatzes benötigte die Werkstatt mehrere Tage.

Doch warum beißen Marder eigentlich so gern in Autoschläuche? Laut Allianz-Versicherung werden die Schäden „in aller Regel vom Steinmarder verursacht“. Diese Marderart sei ein „Kulturfolger, der dem Menschen sogar bis in die Großstädte gefolgt ist und dort Lebensräume besiedelt“, erklärt David Rosenbach, Diplom-Forstwirt und Allianz Experte für Waldversicherungen.

Kein Hunger, sondern beisswütige „Revierverteidigung“

Steinmarder sind territoriale, dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger. Sie markieren die Reviere mit speziellen Duftsekreten, um gleichgeschlechtliche Artgenossen fernzuhalten. Motorräume sind für die Tiere aufgrund der höhlenartigen Bauweise beliebte Rückzugs- und Ruheplätze, die ebenfalls mit einer Duftmarke versehen werden. Wird ein markiertes Auto nun in ein anderweitig besetztes Revier umgeparkt, löst dies beim dortigen „Inhaber“ ein aggressives Abwehrverhalten aus. „Es kann zu regelrechten Beißattacken rund um die Duftmarkierungen kommen“, erklärt Rosenbach.

Besonders in der Paarungszeit, von Ende März bis in den Spätsommer, sind die Tiere aggressiver und machen sich an Zündkabel und Co. zu schaffen. Teurere Folgeschäden drohen z.B. bei einem Motorschaden oder wenn die Lenkung beschädigt wird.

Kaskoversicherung deckt Schäden bis 3.000 Euro

Egal ob Marder oder Maus - die Allianz bietet in der Voll- und Teilkaskoversicherung Versicherungsschutz für Schäden durch Tierbisse (inkl. Folgeschaden bis 3.000 Euro). Der Schadenfreiheitsrabatt der Vollkaskoversicherung wird hierbei nicht belastet.

(wkp)

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