Die Zahl der Toten aufgrund von unangepasstem und aggressivem Fahrverhalten ist im Jahr 2011 überproportional angestiegen. Das teilte der TÜV Süd mit. Die Verkehrssicherheitsexperten von TÜV Süd weisen darauf hin, dass so ein Verhalten, auch wenn es unfallfrei bleibt, schnell zum Entzug des Führerscheins und zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) führen kann.
TÜV Süd-Verkehrspsychologe Gerhard Laub gibt Tipps, wie man die Wut im Auto abbauen kann. Er rät zunächst tief durchzuatmen: Möglichst tief einatmen und langsam bis zehn zählen. Hilfreich sei auch, sich in die Lage des anderen zu versetzen und damit zu verstehen, dass zumeist keine Absicht hinter dem Verhalten des anderen steckt und es nur in den seltensten Fällen einen persönlichen Grund hat.
Des weiteren rät der Verkehrspsychologe, bewusst positive Gedanken wie etwa an den letzten Urlaub zu suchen, denn positive Erinnerungen lassen Wut und Ärger verblassen. Als letzten Hinweis gibt Laub, die Wichtigkeit der Situation zu überprüfen: Ist es wirklich so wichtig? Wie werde ich die Situation in einem Jahr beurteilen? Die meisten Situationen im Straßenverkehr seien ohnehin gleich wieder vergessen.
(vb)