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Untersuchung: Junge Fahrer verunglücken mit betagten Autos

Alten Autos fehlen häufig moderne Sicherheitssysteme wie ESP, die schwere Unfälle vermeiden können
© Foto: Fotolia/Arborpulchra

Das Risiko eines Unfalls liegt bei Fahranfängern deutlich höher. Besonders gefährlich ist das fortgeschrittene Alter der Pkw, das zeigt eine ADAC-Untersuchung.


Datum:
15.08.2016
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Junge Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren verunglücken fast doppelt so häufig wie die Pkw-Lenker anderer Altersgruppen. Welche Gründe das hat, hat nun der ADAC untersucht. Dafür wertete der Verkehrsclub 18.000 dokumentierte Unfälle seit 2005 aus – bei etwa 20 Prozent dieser Fälle waren junge Fahrer beteiligt.

Der Entwicklung insgesamt ist erfreulich. „Die amtlichen Statistiken weisen einen sehr positiven Trend bei Unfällen mit jungen Erwachsenen auf, die Zahl der Verunglückten und Getöteten sinkt kontinuierlich“, berichtet Thomas Unger, Projektleiter der ADAC Unfallforschung.

Auto-Dinos ohne Sicherheitssysteme
Was den ADAC-Experten bei der Auswertung aufgefallen ist: Auffällig oft geraten die Autos junger Fahrer vor dem eigentlichen Unfall ins Schleudern. Das Gegenlenken gelinge meist nicht und ende mit dem Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug. In der Folge überschlagen sich die Autos oder prallen gegen Hindernisse am Straßenrand. Nach diesem typischen Schema ereignen sich mehr als 69 Prozent der Pkw-Alleinunfälle der Fahranfänger. „Viele kritische Situationen werden durch falsche Fahrmanöver ausgelöst oder verschärft“, sagt Unger.

Besonders fatal ist in diesem Zusammenhang das Alter der Fahrzeuge. Die Autos der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren sind durchaus betagt und rollen bereits seit 10,7 Jahren über deutsche Straßen. Zum Vergleich: Die Fahrzeuge der übrigen Autofahrer sind im Schnitt nur 9 Jahre alt, also knapp zwei Jahre jünger. Diesen Jahrgängen fehlen häufig moderne Sicherheitssysteme wie ESP, die schwere Unfälle vermeiden können. Eine Trendumkehr ist nach Angaben des ADAC nicht in Sicht.

(tr)

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