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Verkehr kostet deutsche Wirtschaft 33 Milliarden Euro im Jahr 2030

Bis 2030 soll es in Deutschland europaweit die meisten Autobesitzer geben
© Foto: Gina Sanders/Fotolia

Eine Studie von INRIX und dem Centre for Economics and Business Research (Cebr) prognostiziert einen Anstieg der Kosten um 31 Prozent in den nächsten 16 Jahren.


Datum:
16.10.2014
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Stau und hohes Verkehrsaufkommen werden für deutsche Haushalte im Jahr 2030 etwa 33 Milliarden Euro an direkten und indirekten Kosten verursachen. Das prognostiziert eine Studie vom Centre for Economics and Business Research (Cebr), die von INRIX, einem Anbieter von Verkehrsdienstleistungen und -informationen, in Auftrag gegeben wurde. Verglichen mit aktuellen Zahlen bedeutet das einen Anstieg von 31 Prozent. Laut Studie ist diese Entwicklung das Resultat aus dem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) pro Kopf, Veränderungen der Kosten des Autofahrens an sich sowie dem Zuwachs der Autobesitzer.

Die Autoren der Studie gehen außerdem davon aus, dass die Gesamtkosten für Stau und hohes Verkehrsaufkommen in den westlichen Nationen im Jahr 2030 etwa 221 Milliarden Euro betragen werden. Von den vier untersuchten Ländern wird Deutschland mit 31 Prozent wohl den kleinsten Anstieg bei den Staukosten sehen, nämlich von 25 Milliarden 2013 auf 33 Milliarden im Jahr 2030. In Frankreich wird der gleiche Anstieg verzeichnet, in den USA sind es 50 Prozent, im Vereinigten Königreich sogar 63 Prozent mehr. In Deutschland waren die Staukosten allerdings bereits 2013 signifikant höher als in Großbritannien und Frankreich, weshalb der gesamte Anstieg etwas geringer ausfällt.

Wichtige Trends, die Auswirkungen auf das steigende Staulevel in Deutschland haben:

  • Bis 2030 wird es in Deutschland europaweit nicht nur die meisten Autobesitzer, sondern auch die meisten gefahrenen Autokilometer und die größte Bevölkerung geben. 
  • Für Deutschland wird in den kommenden 16 Jahren ein Wachstum des Pro-Kopf-BIPs von 30 Prozent erwartet. 
  • 2013 gab es in Deutschland 538 Pkw pro 1.000 Einwohnern. Diese Zahl wird im Jahr 2030 voraussichtlich nur um vier Prozent steigen – aufgrund von sich verändernden Mobilitätsmustern, der größeren Nutzung von Carsharing-Modellen und Mitfahrzentralen sowie einer vergleichsweise guten Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsmittel.
  • Die Weltbank prognostiziert, dass sich die Ölpreise in den kommenden Jahren stabilisieren. Aus diesem Grund sollen auch die Spritpreise in Deutschland nur von 1,60 Euro pro Liter im Jahr 2013 auf 1,81 Euro im Jahr 2030 steigen. 
  • Trotz der genannten Entwicklungen wird die Anzahl der Stunden, die im Verkehr verschwendet werden, hierzulande nur um zwei Prozent ansteigen. Der Grund: Deutschland wird im Gegensatz zu den anderen Ländern in kommenden Jahren einen Bevölkerungsrückgang von drei Prozent verzeichnen.

(ab)

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