Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent oder 343 Menschen angestiegen. Daran hatte der Dezember 2011 seinen Anteil, der bei der Prognose noch nicht hatte berücksichtigt werden können. In der Schätzung, über die „Fahrschule“ berichtet hat, war der Anstieg noch auf 7 Prozent beziffert worden.
Die Zahl der Personen, die bei Unfällen im Straßenverkehr leicht oder schwer verletzt wurden, stieg im Jahr 2011 um 5,5 Prozent auf etwa 391.500. Zwar musste die Polizei insgesamt 2,8 Prozent weniger Unfälle als im Vorjahr aufnehmen, doch stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 6 Prozent auf rund 305.700.
Die Statistiker führen die gestiegenen Zahlen bei getöteten und verletzten Menschen darauf zurück, dass ein harter Winter 2010 mit einem außergewöhnlich milden im Jahr 2011 verglichen worden ist. Durch das milde Wetter seien mehr schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Zweiradfahrer unterwegs gewesen, was die Schwere der Unfälle steigere.
Die Zunahme der Verkehrstoten geht auf 12 Bundesländer zurück. Nur Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und das Saarland haben sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.
Im Bundesdurchschnitt starben 49 Verkehrsteilnehmer pro eine Million Einwohner. In Mecklenburg-Vorpommern war das Risiko mit 87 Todesopfern pro eine Million Einwohner am höchsten, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 78 und Brandenburg mit 75 Getöteten bezogen auf eine Million Einwohner. (dif)