Lifestyle ist ein Schlüsselbegriff für den Citroen DS4. Die Franzosen wollen mit diesem Modell trendbewusste junge Fahrer ansprechen und haben zu diesem Zweck den Designern viel Freiraum gelassen. Herausgekommen ist ein Crossover - ein Fahrzeug also, das verschiedene Eigenschaften auf sich vereint. Citroen hat dem DS4 eine bullige Form gegeben, die auch zu einem SUV passen würde. Der DS4 hat zwar keinen Allradantrieb, wartet aber mit einer fahrschülerfreundlich hohen Sitzposition auf. Ab der zweiten Ausstattungsstufe SoChic sitzen Fahrschüler und Fahrlehrer auf gut geformten, höhenverstellbaren Sitzen. Eine sehr praktische Lösung hat sich Citroen bei den Sonnenblenden einfallen lassen. Sie sind getrennt verschiebbar und geben in der hinteren Position gut den Blick auf hoch hängende Ampeln frei. Groß gewachsene Fahrer müssen sich heutzutage für den Blick nach oben etwas bücken. Schiebt man die Sonnenblende nach vorne und klappt sie dann aus, gibt es optimalen Blendschutz bei tief stehender Sonne. Für den sportlichen Gesamteindruck haben die Designer dem neuen Kompaktwagen auch Designmerkmale eines Coupés mitgegeben. Die im Rahmen versenkten Griffe der Fondtüren unterstreichen die Coupé-Linie, die allerdings den Arbeitsplatz des Prüfers beeinträchtigt. Die Türen geben nur einen schmalen Einstieg frei, der zusätzlich durch die abfallende Dachlinie eingeschränkt wird. Groß gewachsene Prüfer genießen zwar eine akzeptable Kopffreiheit, stoßen aber mit den Knien an den Vordersitz. Der Fahrlehrer muss seinen Sitz etwas anheben, damit die Füße des Prüfers darunter Platz finden. Gut gefallen konnten bei der Fahrvorstellung in Köln die Dieselmotoren des DS4. Für den Fahrschuleinsatz reicht der HDi 110 vollkommen aus. Der 82 kW/112 PS starke 1,6-l-Diesel lässt sich im Standgas bequem vorwärts und rückwärts rangieren, beschleunigt ordentlich und arbeitet angenehm leise. Deutlich kraftvoller tritt der 2-l-Diesel mit 120 kW/163 PS Leistung auf. Seine volle Kraft wird in der Fahrstunde nur sehr selten gebraucht. Der dritte Diesel, der ebenfalls zur Markteinführung angeboten wird, ist der sparsame e-HDi 110. Er hat die gleichen Leistungsdaten wie der Basisdiesel, ist aber dank Start-Stop-Automatik und Mikro-Hybrid-Technik auf dem Papier noch etwas sparsamer. Die Antriebskraft wird beim e-HDi mit einem automatisierten Sechsgang-Getriebe übertragen, bei den beiden anderen Dieseln kommen manuelle Sechsgang-Getriebe zum Einsatz. Der DS4 kostet mit dem Basis-Diesel ab 19.076 Euro (Preise ohne MwSt.), die für Fahrschulen empfehlenswerte Version SoChic ist ab 21.008 Euro erhältlich. (kitz)
Citroen DS4: Starker Crossover mit leichten Fahrschulschwächen
Im Vergleich zu Fahrschüler und Fahrlehrer sitzt der Prüfer etwas beengt.