Fiat hat den kastenförmigen Kombi Doblò richtig aufgemöbelt. Seine zweite Generation bietet dank längerem Radstand und größerer Innenbreite großen Fahrlehrern, Fahrschülern und Prüfern viel Bein-, Ellbogen- und Kopffreiheit. Mit den neuerdings einzeln aufgehängten Hinterrädern ist auch der Fahrkomfort sehr gut, zumal die Abrollgeräusche dank der guten Innenverkleidung niedrig sind.
Das Cockpit kann man nun auch mit jugendlich wirkenden Farb-Applikationen bestellen. Die Armaturen sind nicht nur für die Fahrschüler gut ablesbar: Auch der Fahrlehrer und der Prüfer sehen einwandfrei, wie zügig der Doblò beschleunigt.
Bei der Fahrvorstellung am 24. Februar 2010 zeigten sich der 1,6-l-JTD mit 77 kW/105 PS und der 2-l-JTD mit 99 kW/135 PS gut gedämmt und laufruhig. Der 1,6-l-JTD hatte im zweiten Gang eine deutlich spürbare Anfahrschwäche, während der große JTD für dier ersten Fahrstunden schon zu kräftig anpackt. Beide haben sechs präzise schaltbare Gänge, während der 66 kW/90 PS leistende 1,3 JTD mit fünf Gängen auskommen muss. Er stand noch nicht zur Verfügung. Alle JTD haben eine prima funktionierende Start&Stopp-Automatik.
Nur ein Kompromiss für die Mitnahme weiterer Fahrschüler zu Kursen ist der Siebensitzer, den man über das „Family-Paket“ für alle Ausstattungsniveaus und Motorisierungen bekommt. Der Durchstieg zur dritten Reihe ist mit Vans vergleichbar, aber hinten mangelt es an Platz für die Beine, da die zweite Sitzreihe nicht längs verschiebbar ist. Die Einzelsitze kann man nur nach vorn klappen oder ausbauen, aber nicht im Boden versenken.
(dif, 25.02.10)